Merkel will europäischen Währungsfonds

29. August 2017, 12:33
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Der Eurorettungsfonds soll weiterentwickelt werden. Auch ein gemeinsamer Finanzminister ist für die deutsche Kanzlerin vorstellbar

Berlin – Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel unterstützt den Vorstoß von Finanzminister Wolfgang Schäuble, den Eurorettungsfonds ESM zu einem umfassenderen europäischen Währungsfonds auszubauen. Sie finde den Vorschlag, den ESM weiterzuentwickeln, sehr gut, sagte sie am Dienstag bei ihrer Sommerpressekonferenz.

Damit könne Europa zeigen, dass es alle Mechanismen im Portfolio habe, um auf alle Situationen reagieren zu können, so Merkel. Vor allem brauche es aber mehr wirtschaftliche Kohärenz der Euroländer.

Eurofinanzminister nicht ausgeschlossen

Merkel schloss nicht aus, sich der französischen Idee eines gemeinsamen Eurofinanzministers anzuschließen. Darüber müsse aber noch gesprochen werden. "Ich könnte mir auch einen Wirtschafts- und Finanzminister vorstellen", sagte sie mit Blick auf eine besser abgestimmte Budget- und Wirtschaftspolitik. Sie habe sich außerdem schon sehr früh für ein Eurozonenbudget eingesetzt. Der ESM könne dafür ein Ansatz sein. (APA, Reuters, 29.8.2017)

  • Bei ihrer Sommerpressekonferenz spricht sich Angela Merkel für eine Weiterentwicklung der Währungsunion aus.
    foto: apa / afp / amelie querfurth

    Bei ihrer Sommerpressekonferenz spricht sich Angela Merkel für eine Weiterentwicklung der Währungsunion aus.

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