US-Medien: Trump plante im Wahlkampf Bauprojekt in Moskau

29. August 2017, 10:23
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Heutiger US-Präsident wies Geschäftsbeziehungen mit Russland immer zurück

Washington/Moskau – Die Immobilienfirma von US-Präsident Donald Trump hat während des Wahlkampfs Pläne für ein Bauprojekt in Moskau vorangetrieben. Das geht aus Dokumenten der Anwälte der Trump Organization hervor, aus denen US-Medien am Montag zitierten. Eine Beteiligung Trumps an dem Projekt würde im Widerspruch zu seinen Zusicherungen im Wahlkampf stehen, keine Geschäftsbeziehungen mit Moskau zu unterhalten.

Das Projekt sei im vergangenen Jahr noch in der Planungsphase gewesen, sagte der ehemalige Chefberater der Trump Organization, Michael Cohen, dem Sender ABC News. Es sei ein Gebäude nach dem Vorbild eines Trump-Tower geplant gewesen, dafür habe es eine Absichtserklärung gegeben. Die Entscheidung, das Projekt zu verfolgen, sei unabhängig von Trumps Wahlkampf erfolgt. Letztlich sei das Projekt aber nicht zu Ende geführt worden.

Mit Verbindungen zu Putin geprahlt

Laut "Washington Post" hatte Felix Sater, ein russischstämmiger Immobilienunternehmer, Trump dazu gedrängt, das Moskau-Projekt voranzutreiben. Sater habe auch mit seinen Verbindung zum russischen Präsidenten Wladimir Putin geprahlt. In einer E-Mail vom November 2015, aus der die "New York Times" zitierte, schrieb Sater, Trump könne US-Präsident werden, "und wir können das in die Wege leiten".

Es ist das bisher deutlichste Anzeichen dafür, dass Trump zumindest über seine Firma Verbindungen zu Russland hatte. Sater soll überdies erklärt haben, die Finanzierung des Projekts über die russische VTB-Bank geregelt zu haben, die wegen des Ukraine-Konflikts mit US-Sanktionen belegt war.

US-Sonderermittler Robert Mueller untersucht derzeit mutmaßliche russische Hackerangriffe zugunsten Trumps im Wahlkampf sowie die mögliche Verwicklung von Trumps Mitarbeitern in die Russland-Kontakte. (APA, 29.8.2017)

  • US-Präsident Donald Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus am Montag.
    foto: ap

    US-Präsident Donald Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus am Montag.

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