Attraktive Gegner für Austria und Salzburg

Video25. August 2017, 09:13
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Violett muss in Gruppe D gegen Milan, Rijeka und AEK Athen ran – Red Bull Salzburg in Gruppe I gegen Olympique Marseille, Guimarãs und Konyaspor

Monaco – Österreichs Vertreter haben in der Gruppenphase der Fußball-Europa-League jeweils einen großen Namen zugelost bekommen. Meister Salzburg bekommt es in Gruppe I unter anderem mit Olympique Marseille zu tun. Die Wiener Austria trifft in Gruppe D auf den AC Milan. Das ergab die Auslosung am Freitag in Monaco.

Die weiteren Salzburg-Gegner sind Vitoria Guimaraes aus Portugal und der türkische Klub Konyaspor. Die Austria trifft neben Milan auch auf HNK Rijeka und AEK Athen. Rijeka hatte in der Champions-League-Qualifikation Salzburg ausgeschaltet. Beim kroatischen Meister ist mit Alexander Gorgon auch ein Ex-Austrianer beschäftigt. Bei AEK Athen ist der frühere Rapidler Arnor Ingvi Traustason engagiert.

Rose: "Reizvoll und spannend"

Salzburg darf sich berechtigte Hoffnungen machen, im siebenten Auftritt in der Gruppenphase zum fünften Mal die K.o.-Phase zu erreichen. "Das Wichtigste ist, dass wir in der Gruppe dabei sind. Olympique Marseille ist ein klangvoller Name, ein Traditionsverein in Frankreich. Konyaspor als türkischer Pokalsieger hat sicher auch seine Qualitäten", meinte Salzburg-Trainer Marco Rose. "Es ist eine interessante Gruppe. Für uns ist es sicher reizvoll und spannend, uns auf diesem Niveau zu messen. Wenn man dann dabei ist, dann will man möglichst weit kommen."

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Fußballmeister FC Salzburg trifft in der Gruppenphase der Europa League auf attraktive Gegner.

Marseilles großer Star ist Dimitri Payet. Der Offensivspieler war nach seiner starken Heim-EM 2016 im Jänner von West Ham zu seinem Ex-Klub zurückgekehrt – für kolportierte 30 Millionen Euro. In den vergangenen Wochen, darunter im Europa-League-Play-off gegen NK Domzale (1:1 und 3:0), fehlte Payet allerdings verletzungsbedingt. Weitere bekannte Akteure des französischen Ligafünften der vergangenen Saison sind der brasilianische Mittelfeldmann Luiz Gustavo und Linksverteidiger Patrice Evra.

Guimaraes war vor zwei Jahren in der Europa-League-Qualifikation mit zwei Niederlagen an ÖFB-Vertreter SCR Altach gescheitert. In der vergangenen Saison landeten die Nordportugiesen in der Liga hinter Benfica Lissabon, dem FC Porto und Sporting Lissabon auf Rang vier – und waren damit direkt für die Gruppenphase qualifiziert.

Konyaspor ersparte sich als türkischer Cupsieger ebenfalls die Qualifikation. Mit dem Bosnier Riad Bajic an Udinese und dem Serben Jagos Vukovic an Olympiakos Piräus hat der Klub aus Anatolien im Sommer seinen Topscorer und seinen Abwehrchef verloren. Dafür kam vergangene Woche unter anderem Innenverteidiger Petar Filipovic von der Wiener Austria.

Holzhauser: "Das wird ein besonderes Erlebnis"

Bei den Violetten brandete im Landessportzentrum VIVA in Steinbrunn, wo die Austria-Kicker das Geschehen verfolgten, großer Jubel auf, als Ex-Barcelona-Profi Eric Abidal die Austria in eine Gruppe mit dem siebenfachen Gewinner von Meistercup/Champions-League zog. "Mit Milan haben wir einen richtigen Kracher bekommen, das wird ein besonderes Erlebnis. Ich denke, da wird das Stadion ziemlich voll sein", erklärte Mittelfeldspieler Raphael Holzhauser.

Milan rüstete im Sommer dank chinesischer Investoren um über 200 Millionen Euro auf, geholt wurden etwa der italienische Abwehrrecke Leonardo Bonucci oder Mittelfeldspieler Hakan Calhanoglu. Mit den umfangreichen Transferaktivitäten soll der erste Meistertitel seit 2011 eingefahren werden. Den Einzug in die Gruppenphase schafften die "Rossoneri" dank eines Gesamtscores von 7:0 gegen den mazedonischen Verein Skendija Tetovo.

Wiedersehen mit "Gogo"

Einen besonderen Reiz hat auch das Kräftemessen mit Rijeka, schließlich steht bei Kroatiens Meister und Salzburgs Bezwinger in der Champions-League-Qualifikation der Ex-Austrianer Gorgon unter Vertrag. "'Gogo' kommt nach Hause, das ist schön. Vor allem Grünwald und ich verstehen uns sehr gut mit ihm", sagte Holzhauser. Der aktuelle kroatische Tabellenvierte gelangte nach dem Aus mit gesamt 1:3 im Champions-League-Play-off gegen Olympiakos Piräus in den Europa-League-Hauptbewerb.

AEK Athen buchte den Platz mit einem Gesamtscore von 3:0 gegen Brügge, davor scheiterten die Griechen in der dritten Champions-League-Quali-Runde an ZSKA Moskau. Rapids Leihspieler Traustason saß in dieser Partie auf der Bank. Den Liga-Grunddurchgang der Vorsaison beendete AEK zwar nur auf Rang vier, gewann dann aber die Play-offs um die Ränge zwei bis fünf.

Laut Sportdirektor Franz Wohlfahrt ist die Austria gegen alle drei Kontrahenten Außenseiter – der Optimismus des Ex-Teamgoalies ist dadurch aber nicht getrübt. "Die Gegner sind jetzt schwieriger als vor einem Jahr, aber man kann mit schwierigen Gegnern auch die Leistungsfähigkeit steigern", meinte Wohlfahrt.

Der Kärntner sprach von einer "sportlich unglaublichen Herausforderung. Das ist eigentlich eine Champions-League-Gruppe. Von der Attraktivität her ist es nicht nur für die Spieler, sondern auch für die Fans eine tolle Sache." Als Devise gab Wohlfahrt aus: "Jetzt geht es erst so richtig los, jetzt ist das Sahnehäubchen abzustauben. Wir wollen nicht nur dabei sein."

Austria sucht Verstärkungen

Um sportlich mithalten zu können, benötigt die Austria aber dringend neue Spieler, wie auch Wohlfahrt weiß. "Ich gehe davon aus, dass bis 31. August noch etwas passiert. Der Einzug in die Gruppenphase macht uns Transfers etwas leichter", erklärte der Sportdirektor, ohne näher darauf einzugehen, auf welchen Positionen gesucht wird.

Die Gruppenphase beginnt am 14. September, abgeschlossen wird sie am 7. Dezember. Die beiden Topteams jedes Pools ziehen in die K.o.-Phase ein, die im Februar 2018 mit dem Sechzehntelfinale startet. Das Finale geht am 16. Mai 2018 in Lyon über die Bühne. (APA, 25.8.2017)

Die Gruppen der Europa League 2017/18:

Gruppe A:
Villarreal (ESP)
Maccabi Tel-Aviv (ISR)
Astana (KAZ)
Slavia Praha (CZE)

Gruppe B:
Dynamo Kiew (UKR)
Young Boys (SUI)
Partizan (SRB)
Skënderbeu (ALB)

Gruppe C:
Braga (POR)
Ludogorets Razgrad (BUL)
Hoffenheim (GER)
İstanbul Başakşehir (TUR)

Gruppe D:
AC Milan (ITA)
Austria Wien (AUT)
Rijeka (CRO)
AEK Athens (GRE)

Gruppe E:
Olympique Lyon (FRA)
Everton (ENG)
Atalanta (ITA)
Apollon Limassol (CYP)

Gruppe F:
København (DEN)
Lokomotiv Moskva (RUS)
Sheriff Tiraspol (MDA)
Zlín (CZE)

Gruppe G:
Viktoria Plzeň (CZE)
FCSB (ROU)
Hapoel Beer-Sheva (ISR)
Lugano (SUI)

Gruppe H:
Arsenal (ENG)
BATE Borisov (BLR)
1. FC Köln (GER)
Crvena Zvezda (SRB)

Gruppe I:
FC Salzburg (AUT)
Olympique Marseille (FRA)
Vitória Guimarãs (POR)
Konyaspor (TUR)

Gruppe J:
Athletic Club Bilbao (ESP)
Hertha Berlin (GER)
Zorya Luhansk (UKR)
Östersund (SWE)

Gruppe K:
Lazio Rom (ITA)
Nice (FRA)
Zulte Waregem (BEL)
Vitesse (NED)

Gruppe L:
Zenit St. Petersburg (RUS)
Real Sociedad (ESP)
Rosenborg (NOR)
Vardar (MKD)

Spielpläne:

Gruppe D:

14. September (19.00 Uhr):
Austria – Milan, Rijeka – Athen

28. September (21.05 Uhr):
Athen – Austria, Milan – Rijeka

19. Oktober (21.05 Uhr):
Austria – Rijeka, Milan – Athen

2. November (19.00 Uhr):
Rijeka – Austria, Athen – Milan

23. November (21.05 Uhr):
Milan – Austria, Athen – Rijeka

7. Dezember (19.00 Uhr):
Austria – Athen, Rijeka – Milan

Gruppe I:

14. September (21.05 Uhr):
Vitoria Guimaraes – Salzburg, Marseille – Konyaspor

28. September (19.00 Uhr):
Salzburg – Marseille, Konyaspor – Vitoria

19. Oktober (19.00 Uhr):
Konyaspor – Salzburg, Marseille – Vitoria

2. November (21.05 Uhr):
Salzburg – Konyaspor, Vitoria – Marseile

23. November (19.00 Uhr):
Salzburg – Vitoria, Konyaspor – Marseille

7. Dezember (21.05 Uhr):
Marseille – Salzburg, Vitoria – Konyaspor

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