Sportjournalisten fordern Entschuldigung von Rapid

    20. August 2017, 13:31
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    Fans hatten Journalisten als Terroristen bezeichnet. Rapid-Geschäftsführer Peschek: "Von uns nicht genehmigt"

    Wien – Nach einem Transparent der Rapid-Fans beim Bundesliga-Spiel gegen Sturm Graz am Samstag, auf dem Journalisten als Terroristen bezeichnet worden waren, hat die österreichische Sportjournalisten-Vereinigung "Sports Media Austria" (SMA) mit einem Brief an das Rapid-Präsidium reagiert. SMA-Präsident Hans Peter Trost fordert in seinem Schreiben an Rapid-Präsident Michael Krammer eine Klarstellung.

    Kritik an einem Berufsstand, der nicht immer fehlerfrei agiere, sei wichtig und richtig, so Trost. "Das Zulassen eines Transparentes, noch dazu in Sozialen Medien angekündigt, beim Spiel Rapid gegen Sturm Graz am 19.8.2017, auf dem Journalisten pauschal als Terroristen bezeichnet werden, geht aber eindeutig zu weit", heißt es in dem Brief.

    "Wortwahl deplaziert"

    "In Tagen, wo Terroristen Menschen in Barcelona und Turku töten, Anschläge und Massaker planen, kann der SK Rapid solche Botschaften nicht kommentar- und konsequenzlos hinnehmen", schreibt Trost weiter. Er erwarte daher "eine eindeutige öffentliche Klarstellung und Entschuldigung im Sinne einer weiteren konstruktiven Zusammenarbeit".

    "Die wahren Verbrecher hier seid ihr – Journalisten Terroristen" war vor dem Rapid-Fansektor "Block West" zu lesen gewesen. Rapids Wirtschafts-Geschäftsführer Christoph Peschek hatte dazu nach dem Spiel gemeint: "Das wurde von uns nicht genehmigt, muss und wird besprochen werden. Natürlich ist die Wortwahl gerade zwei Tage nach dem Drama in Barcelona deplatziert." (APA, 20.8.2017)

    • So war das.
      foto: apa/punz

      So war das.

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