Ukraine soll Nordkorea Raketenmotoren geliefert haben

    14. August 2017, 18:46
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    Sekretär des Sicherheitsrats: "Antiukrainische Kampagne" von russischen Geheimdiensten lanciert

    Pjöngjang – Die ukrainische Führung hat Raketenlieferungen an Nordkorea dementiert. "Die Ukraine hat keine Raketentriebwerke oder sonstige Raketentechnologie an Nordkorea geliefert", sagte der Sekretär des Sicherheitsrates, Alexander Turtschinow, am Montag in Kiew. Das Land halte seine internationalen Verpflichtungen ein.

    Er sprach von einer "antiukrainischen Kampagne", die von russischen Geheimdiensten lanciert sei, um von eigenen Verbrechen abzulenken. Von der "New York Times" befragte Experten hatten den illegalen Kauf von Triebwerken aus der ehemals sowjetischen Raketenfabrik in der Stadt Dnipro (früher: Dnjepropetrowsk) für möglich gehalten. Das würde den schnellen Fortschritt des nordkoreanischen Regimes beim Bau einer Interkontinentalrakete erklären. Der betroffene Konzern Juschmasch selbst dementierte indes Lieferungen nach Nordkorea.

    Anfang Juli hatte Pjöngjang eine Langstreckenrakete getestet, die theoretisch das US-Gebiet Alaska hätte erreichen können. Als Reaktion darauf hatte die internationale Gemeinschaft die Sanktionen gegen das ostasiatische Land verschärft. (APA, dpa, 14.8.2017)

    • Im März 2017 veröffentlichtes undatiertes Archivbild: Kim Jong-un besichtigt einen Raketenmotor-Prüfstand. Der Diktator wurde seit zwei Wochen nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen.
      foto: reuters/kcna

      Im März 2017 veröffentlichtes undatiertes Archivbild: Kim Jong-un besichtigt einen Raketenmotor-Prüfstand. Der Diktator wurde seit zwei Wochen nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen.

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