Weißhaidinger schließt als Neunter ab

    5. August 2017, 21:41
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    Die erhoffte Steigerung im Finale blieb aus. Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger schaffte aber immerhin einen Top-10-Platz.

    London – Der Diskuswurf ist, wenn man so will, ein Hammer. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Dichte an der Spitze enorm gestiegen. Auch so erklärt sich, dass Lukas Weißhaidinger, der Olympiasechste 2016 von Rio de Janeiro, bei der WM 2017 in London am Samstag den neunten Platz belegte. "Das ist kein schlechtes Resultat", sagte der 25-jährige Oberösterreicher, "aber natürlich hätte ich gerne mehr gezeigt." So war nach drei Versuchen für ihn Schluss, nur die besten Acht durften für drei weitere Durchgänge in den Ring.

    Auf den achten Platz hatten Weißhaidinger, der im ersten Versuch 63,76 Meter schaffte und sich dann nicht mehr steigern konnte, 28 Zentimeter gefehlt. Jene Weiten, die er in Rio erzielt hatte, 65,86 Meter in der Qualifikation und 64,95 Meter im Finale, hätten in London locker für ein finales Weiterkommen gereicht. Um genau zu sein, hätten 65,86 Meter in London den vierten Platz ergeben. Doch die gute Form, die Weißhaidinger in der ersten Saisonhälfte gezeigt hatte, hat er in der zweiten nicht mehr ganz ausspielen können. Sogesehen beschreibt er das Jahr als "ein bisschen verkorkst".

    Gold an Litauer Gudzius

    Eine Medaille war so oder so außer Reichweite. Schon bald war festgestanden, dass man fürs Podest zumindest einen 68-Meter-Wurf benötigen würde. An der Spitze lieferten sich der Litauer Andrius Gudzius und der Schwede Daniel Stahl ein tolles Duell, das Gudzius (69,21 Meter) schließlich mit zwei Zentimetern Vorsprung für sich entscheiden konnte. Der US-Amerikaner Mason Finley (68,03) holte Bronze. Die hochgehandelten Routiniers, der polnische Titelverteidiger Piotr Malachowski und der Deutsche Robert Harting, der in London 2012 Olympiasieger war, gingen leer aus.

    Dadic auf Rekordkurs

    Ob Weißhaidingers neunter Platz das beste österreichische WM-Ergebnis in London bleibt, zeigt sich wohl am Sonntag. Da schließt Ivona Dadic im Siebenkampf ab. Nach vier Disziplinen liegt die 23-Jährige aus Wels mit 3754 Punkten auf Rekordkurs und auf dem hervorragenden achten Platz. Ihre oberösterreichische Landsfrau Verena Preiner (22) hielt sich mit 3552 Punkten und Rang 19 ebenfalls achtbar. (Fritz Neumann aus London, 5.8.2017)

    Ergebnis der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London vom Samstag:

    Männer, Diskus:

    1. Andrius Gudzius (LTU) 69,21 m
    2. Daniel Stahl (SWE) 69,19
    3. Mason Finley (USA) 68,03
    4. Fedrick Dacres (JAM) 65,83
    5. Piotr Malachowski (POL) 65,24
    6. Robert Harting (GER) 65,10
    7. Robert Urbanek (POL) 64,15
    8. Traves Smikle (JAM) 64,04
    9. Lukas Weißhaidinger (AUT) 63,76

    • Lukas Weißhaidinger fehlten 28 Zentimeter.
      foto: reuters/pfaffenbach

      Lukas Weißhaidinger fehlten 28 Zentimeter.

    • Ivona Dadic liegt auf Rekordkurs.
      foto: reuters/pfaffenbach

      Ivona Dadic liegt auf Rekordkurs.

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