Familienministerin Karmasin zieht sich aus Politik zurück

4. August 2017, 17:29
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Die frühere Meinungsforscherin will wieder in ihren Beruf zurückkehren

Wien – Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) zieht sich aus der Politik zurück. "Ja, es ist ein Abschied", sagt sie zur "Presse". "Ich werde nicht in den Nationalrat gehen – und ich werde auch nicht mehr als Ministerin zur Verfügung stehen."

Sie wolle wieder in ihren Beruf der Meinungs- und Motivforschung zurückkehren, sie habe nie Berufspolitikerin werden wollen. Sie unterstütze aber ÖVP-Obmann Sebastian Kurz "und seine Bewegung voll und ganz".

Die Entscheidung vor knapp vier Jahren, in die Politik zu wechseln, bereut Karmasin nicht. "Ich würde es wieder tun und auch anderen raten, es zu machen." Ein Abschied mit Wehmut ist es "in gewisser Weise schon".

Karmasin war 2013 von Michael Spindelegger als Quereinsteigerin in die Regierung geholt worden. Zuvor leitete sie das Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung. Schon in den vergangenen Monaten galt sie immer wieder als Ablösekandidatin, auch Spindeleggers Nachfolger Reinhold Mitterlehner wollte sie auswechseln. Dazu ist es aber nie gekommen. (red, 4.8.2017)

  • Sophie Karmasin will in die Meinungsforschung zurückkehren.
    foto: apa/georg hochmuth

    Sophie Karmasin will in die Meinungsforschung zurückkehren.

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