Nie dehydriert: Vom Blinken und Trinken

Blog30. Juli 2017, 17:00
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Viele vergessen zu trinken. Ich nicht mehr. Ulla erinnert mich daran

Wer im Stress ist, vergisst die wichtigsten Dinge – etwa den Schlüssel in der Wohnung, nachdem die Tür schon zugefallen ist, das Handy in der U-Bahn oder über den Tag verteilt ausreichend Flüssigkeit zu trinken.

Während die zwei ersten Ereignisse nur ärgerlich sind, wirkt sich das dritte auch negativ auf die Gesundheit aus. Das konkrete Problem in meinem Fall: An stressigen Tagen im Büro merke ich vor lauter To-do-Listen erst gegen Mittag das erste Mal, dass ich noch keinen Schluck getrunken habe. Selbst wenn ich dann eilig die Trinkflasche aus der Tasche hole und einen kräftigen Schluck nehme, ist es meist schon zu spät: Am Nachmittag oder spätestens am Abend bekomme ich Kopfweh.

Jetzt habe ich Ulla. Als Geschenk habe ich das kleine Silikonbändchen mit tropfenförmigem Sensor drauf von meinen Schwestern bekommen. Es funktioniert so: Das Gerät wird auf ein Glas oder eine Trinkflasche geschnallt und erinnert einen daran, genug zu trinken. Ulla erkennt die Trinkbewegung, also wenn die Flasche oder das Glas zum Mund geführt wird, und erinnert danach alle 40 Minuten mit einem Blinken daran, noch einen Schluck zu nehmen.

Mach, dass es aufhört

Seither steht zwischen einem Tag mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr und mir nur noch eine Hürde: Jeden Morgen muss ich zumindest daran denken, Ulla an meiner Wasserflasche anzubringen. Ab dann ist das mit dem Trinken quasi ein Selbstläufer. Das Ding blinkt, ich trinke, zweimal pro Tag fülle ich die Flasche wieder auf. Das Kopfweh ist weg, das war mein Ziel.

Ulla funktioniert also wie ein Wecker, zum Glück geräuschlos, dafür mit visueller Erinnerung. Das ist gut, denn so kann das Gerät ewig blinken, ohne meine Kollegen zu nerven. Hin und wieder ist mir das Geblinke allerdings schon lästig, etwa wenn ich konzentriert sein will. Dann trickse ich Ulla aus und schüttle die Flasche einmal schnell durch. (Bernadette Redl, 30.7.2017)

Blog: Gesunde Geschichten

Auch wir Gesundheitsredakteure des STANDARD sind immer wieder mal krank. Und wir würden gern gesünder, fitter und krankheitspräventiver leben. Was wir für unser eigenes Wohlbefinden ausprobieren, was wir im Dschungel unseres Gesundheitssystems alles erleben und was wir tun, wenn es uns selbst dreckig geht, beschreiben wir hier – als Otto Normalverbraucher, sozusagen. Und Achtung: Misery loves company – wir freuen uns über Tipps, Tricks und Resonanz.

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  • So sieh Ulla aus. Das Gerät weiß, wann ich zuletzt einen Schluck getrunken habe.
    foto: bernadette redl

    So sieh Ulla aus. Das Gerät weiß, wann ich zuletzt einen Schluck getrunken habe.

  • Bernadette Redl beschäftigt sich von Berufs wegen mit Gesundheit. Überlegungen zum Thema Gesundheit am Arbeitsplatz kommen da ganz automatisch.
    foto: cremer/rawicka/istock

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