GeoControl-Bankomat-Funktion gegen PIN-Ausspähen ist vielen unbekannt

    25. Juli 2017, 15:12
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    Vor allem unter 40-Jährige unwissend – Sicherheitsfunktion soll Auslesen und Kopieren des Magnetstreifens verhindern – Temporäre Freischaltung für Fernreisen möglich

    Bereits vor mehr als zweieinhalb Jahren wurde die GeoControl-Funktion gegen ein Auslesen und Kopieren des Bankomat-Magnetstreifens von den heimischen Banken eingeführt, dennoch wissen viele Menschen darüber nicht Bescheid. Vor allem Jüngeren ist die Funktion unbekannt. Nur rund jeder Vierte unter 40-Jährige hat von dieser Sicherheitsfunktion gehört, ergab eine Integral-Umfrage für die Erste Bank.

    Mit zunehmendem Alter (40 bis 69 Jahre) wächst der Informationsstand auf jeden zweiten Österreicher. Ab dem Alter von 70 Jahren geht diese Kenntnis jedoch wieder zurück, hier ist GeoControl lediglich 39 Prozent bekannt, hieß es am Dienstag in einer Aussendung.

    Skimming-Betrugsfälle

    Seit Einführung der Funktion sei die Zahl der "Skimming-Betrugsfälle" deutlich gesunken, also das Auslesen und Kopieren des Magnetstreifens. Das bestätige, dass die Kunden durch GeoControl noch besser gegen den Kartenmissbrauch geschützt seien, so Ertan Piskin, Leiter des Kartengeschäfts der Erste Bank.

    Bei Skimming werden an manipulierten Geldautomaten die persönlichen PIN-Codes via Kamera ausgespäht, die Kartendaten vom Magnetstreifen ausgelesen und auf gefälschte Karten kopiert. Damit werde dann außerhalb Europas Bargeld behoben, so die Erste.

    Bei Reisen außerhalb Europas empfiehlt sich jedoch ein Blick auf die Länder-Liste der jeweiligen Hausbank. Denn ist man nicht darauf vorbereitet, kann es zu unliebsamen Überraschungen kommen, wenn man dort unerwartet an einem Bankomaten selbst nicht zu Geld kommt.

    GeoControl-Kartensperre deaktivieren

    Das hat schon vor Jahren, bei der Einführung, für Aufsehen gesorgt, da vielen Reisenden nicht bewusst war, dass sie bei Fernreisen vorher ihre GeoControl-Kartensperre deaktivieren müssen. Uneingeschränkt verwendbar sind die Karten nämlich – je nach Institut etwas unterschiedlich – nur in rund 60 Ländern weltweit. Die jeweiligen Listen finden sich auf den Homepages der Geldinstitute.

    "Ist das Reiseland nicht angegeben, kann die GeoControl-Funktion für die Dauer des Auslandaufenthaltes deaktiviert werden", so die Erste. Nach Ablauf des selbst gesetzten Zeitraums werde die Funktion automatisch wieder aktiviert. Bei manchen Instituten ist die Freischaltung mit drei Monaten begrenzt. (APA, 27.7. 2017)

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