Android am Desktop: Jide beerdigt Remix OS und Remix IO

    18. Juli 2017, 10:14
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    Hersteller will sich künftig ausschließlich dem Unternehmensmarkt widmen

    Was 2015 mit einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne begonnen hat, findet nun ein plötzliches Ende. Nachdem man erfolgreich das Convertible Remix, den kleinen Desktoprechner Remix Mini und den Remix IO per Crowdfunding finanziert hat, verlässt das von ehemaligen Google-Mitarbeitern gegründete Unternehmen Jide Technology nun den Consumer-Markt. Das gab man in einer Stellungnahme auf der Homepage und über mehrere Social Media-Kanäle bekannt.

    Man habe in den vergangenen Monaten immer mehr Anfragen von Unternehmen erhalten, die sich für den Einsatz der Hard- und Software des Unternehmens interessierten. Man sehe darin eine "riesige Möglichkeit". Da man aber nur begrenzte Ressourcen habe, habe man sich entschlossen, das Endkundengeschäft einzustellen.

    Aus für Remix OS und Remix IO

    Für die bisherigen Nutzer und Kunden hat dies vordergründig zwei Konsequenzen: Die Entwicklung des auf Android basierenden Remix OS für PCs wird eingestellt. Und der Remix IO, eine Mischung aus 4K-Settop-Box und Android-Konsole, der ursprünglich schon im März hätte ausgeliefert werden sollen, erscheint nicht mehr.

    Wer das Gerät auf Kickstarter mitfinanziert oder nach der Kampagne regulär vorbestellt hat, wird sein Geld laut Jide vollständig zurückbekommen. Dies gilt auch für andere Bestellungen, die nicht mehr erfüllt werden. Die Auszahlungen sollen am 15. August beginnen.

    Düstere Support-Aussichten

    Eine Frage beantwortet man in dem Statement allerdings nicht: Nämlich, wie es in Zukunft mit dem Software-Support für das Jide-Convertible und den Remix Mini weitergehen soll. Angesichts jüngerer Wortmeldungen im XDA-Subforum zu Remix OS und schon längerer Inaktivität in der Entwicklung des Systems, sieht es hier allerdings nicht rosig aus. (gpi, 18.07.2017)

    • 2015 begann alles mit einer Kickstarter-Kampagne für das Jide Remix-Convertible. 210.000 Dollar konnte man per Crowdfunding einnehmen und in die Produktion stecken.
      foto: jide

      2015 begann alles mit einer Kickstarter-Kampagne für das Jide Remix-Convertible. 210.000 Dollar konnte man per Crowdfunding einnehmen und in die Produktion stecken.

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