Fünfstöckiges Gebäude nahe Neapel eingestürzt: Acht Tote

8. Juli 2017, 09:15
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Zu den noch unter den Trümmern vermuteten Opfern könnten auch zwei Kinder gehören

Neapel – Nach dem Einsturz eines vierstöckigen Hauses bei Neapel haben Helfer sechs Leichen aus den Trümmern geborgen. Weitere zwei Leichen wurden unter den Trümmern lokalisiert, wie die Feuerwehr am Samstag mitteilte. Die ganze Nacht lang arbeiteten die Rettungskräfte, um die Vermissten aus den Trümmern zu bergen.

Bei den Opfern handelt es sich um die Mitglieder zweier Familien und um eine Pensionistin. Zum Zeitpunkt des Unglücks am Freitag um 6.20 Uhr schliefen die meisten Bewohner des Gebäudes noch. Eine Mutter hatte sich mit ihren Kindern rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Ein Hund, der sich allein in einer Wohnung befand, wurde gerettet. Anrainer berichteten, dass lediglich das Geräusch des Einsturzes zu hören gewesen sei, aber kein Knall und keine Explosion.

foto: ap/ciro fusco
Das fünfstöckige Gebäude war Freitagfrüh eingestürzt.

Baumängel könnten ein Grund für den Zusammenbruch gewesen sein. In den unteren Stockwerken wurde nach Medienangaben renoviert. Bewohner der darüber liegenden Geschoße hätten danach Schäden in ihren Wohnungen festgestellt. Ein Bewohner erzählte Medien, dass kurz vor dem Unglück ein Zug auf der nahe gelegenen Bahnstrecke vorbeigefahren sei. Der Zugverkehr auf der Bahnlinie "Circumvesuviana" wurde unterbrochen. Die Bahnnetzgesellschaft RFI dementierte jedoch, dass vom Bahnverkehr verursachte Schwingungen den Gebäudeeinsturz verursacht haben könnten.

foto: ap/ciro fusco
Mitglieder zweier Familien wurden vermisst.

Der Bürgermeister von Torre Annunziata, Vincenzo Ascione, der sich am Ort des Geschehens befand, sprach von einem "riesigen Unglück". Die Tragödie nährt eine lebhafte Diskussion über die Bausicherheit in Süditalien, wo viele Immobilien veraltet und dringend renovierungsbedürftig seien.

Bahnverkehr unterbrochen

Das Gebäude befand sich unweit einer regionalen Bahnlinie. Der Zugverkehr wurde unterbrochen.

foto: ap/ciro fusco
Auch nach zwei Kindern wurde gesucht.

Zeugen berichteten von Lärm vor dem Einsturz, allerdings wurde kein Explosionsgeräusch gehört. (APA, 8.7.2017)

Dieser Artikel wurde aktualisiert.

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