Was Sie immer schon über G20 wissen wollten

8. Juli 2017, 08:56
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Migration, Banken, Klimaschutz: Wer am G20-Gipfel teilnimmt und was besprochen wird in Grafiken

Trump, Putin, Merkel – und noch rund 20.000 Personen, die abseits der Demos mit dem G20-Gipfel in Hamburg beschäftigt sind: Die Staats- und Regierungschefs der größten Industrie- und Schwellenländer reden Freitag und Samstag miteinander, wobei bilaterale Gespräche schon am Donnerstag stattfinden. Doch wer trifft sich da eigentlich, und welche Themen werden besprochen? Ein grafischer Überblick.

Begonnen hat alles 1998, als die Asienkrise eine bessere internationale Koordinierung erforderlich machte. Damals wurde ein Format mit 22 Mitgliedern gegründet, einige Länder kamen später hinzu, andere fielen weg. Mittlerweile ist die Liste der Teilnehmer fix, auch wenn einige Länder an Gewicht verlieren, andere gewinnen. Die Bedeutung der Gruppe stieg merklich mit dem Ausbruch der Finanzkrise 2008. Vertreten sind eigentlich nur 19 Länder, dazu kommt die EU-Kommission. Es sind zudem zahlreiche internationale Organisationen wie Internationaler Währungsfonds (IWF) und Uno vertreten. Wie stark einige Schwellenländer aufholen, zeigt die untenstehende Grafik.

Wichtige Themen bei dem Treffen sind Finanzmarktregulierung, Klimaschutz und Freihandel. Daneben gibt es eine lange Liste an zusätzlichen Punkten wie Migration oder Hilfen für Afrika. Vor allem protektionistische Tendenzen der USA ließen in den letzten Monaten die Alarmglocken schrillen. Untenstehende Grafik veranschaulicht, wer im Außenhandel Überschüsse und Defizite einfährt.

Auch die Verschuldung hat für die wirtschaftliche Stabilität große Bedeutung – man erinnere sich nur an die Griechenland-Krise, die Europa jahrelang lähmte und auch international Folgen hatte. Während Japan unter den G20 klarer Spitzenreiter ist, wird Italien wegen der mäßigen wirtschaftlichen Entwicklung mit größter Sorge betrachtet.

Beim aktuellen Gipfel wird der Migration mehr Aufmerksamkeit geschenkt als bei früheren Treffen. Vor allem Europa setzt sich für globale Lösungen ein. Die USA haben eher ihre Südgrenze im Fokus.

Die wirtschaftliche Entwicklung wird – vor allem langfristig – von der Entwicklung der erwerbsfähigen Bevölkerung geprägt. Die Alterung spielt hier eine große Rolle. Hier zeigt sich, dass das Thema vor allem in den Industriestaaten von Bedeutung ist. (red, 6.7.2017)

  • Die Chefs müssen sich schon seit Jahren parodieren lassen.
    foto: ap/matthias schrader

    Die Chefs müssen sich schon seit Jahren parodieren lassen.

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