Toshiba bringt Landis+Gyr an die Börse

    3. Juli 2017, 08:05
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    Börsengang im dritten Quartal geplant – Eigentümer Toshiba und INCJ planen Veräußerung des gesamten Aktienkapitals

    In der Schweiz bahnt sich der zweite milliardenschwere Börsengang des laufenden Jahres an. Der japanische Technologiekonzern Toshiba bringt den Schweizer Stromzählerproduzenten Landis+Gyr an die Schweizer Börse. Der Börsengang ist im dritten Quartal geplant.

    Landis+Gyr ist derzeit im Besitz des Technologiekonzerns Toshiba, der 60 Prozent der Anteile hält und der Innovation Network Corporation of Japan (INCJ), die 40 des Aktienkapitals hält. Wie Landis+Gyr am Montag mitteilt, planen die beiden Besitzerfirmen beim IPO die Veräußerung ihres gesamten Aktienkapitals.

    Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Landis+Gyr einen Umsatz von rund 1,7 Mrd. Dollar (1,5 Mrd. Euro). Beim Börsengang des Gesundheitsunternehmens Galenica Sante strich der Verkäufer Vifor Pharma im April 1,9 Mrd. Franken (1,7 Mrd. Euro) ein.

    Potenzial

    Das Wachstumspotenzial, der erwartete starke Geldfluss sowie die solide Bilanz würden es Landis+Gyr nach dem Börsengang erlauben, eine attraktive und nachhaltige Ausschüttungspolitik zu verfolgen. Für das Geschäftsjahr 2017 sieht das Unternehmen eine Dividendenausschüttung von 70 Mio. US-Dollar vor. Ab 2018 erwartet Landis+Gyr eine Ausschüttung von mindestens 60 Prozent des Free Cashflows des Eigenkapitals.

    Der japanische Toshiba-Konzern hatte Mitte April einen Börsengang von Landis+Gyr als strategische Alternative für einen Verkauf genannt. Als mögliche Kaufinteressenten waren zuvor der japanische Konkurrent Hitachi und andere japanische Firmen gehandelt worden.

    Verkauf seit März geprüft

    Bereits im März hieß es in Medienberichten, Toshiba habe die UBS damit beauftragt, einen Verkauf oder einen Börsengang der Stromzähler-Tochter zu prüfen. Das Volumen bei einem Verkauf wird auf bis zu 2 Mrd. Dollar geschätzt. Die Schweizer Traditionsfirma beschäftigt rund 5.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

    Toshiba hatte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres einen massiven Verlust ausgewiesen und die US-Atomsparte Westinghouse Electric in die Insolvenz geschickt. Auch die Speicherchipsparte wurde abgespalten und steht offenbar zum Verkauf. (APA, 3.7.2017)

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