CNN-Journalisten kündigen nach Rückzug von Trump-Recherche

27. Juni 2017, 08:08
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US-Sender sieht Geschichte als nicht ausreichend belegbar an

Washington – Als Reaktion auf die Entscheidung des US-Senders CNN zum Rückzug einer Investigativrecherche über mutmaßliche russisch-amerikanische Wirtschaftsbeziehungen haben drei CNN-Journalisten gekündigt. Der am Freitag veröffentlichte Beitrag handelte von angeblichen Verbindungen eines Trump-Vertrauten zu russischen Wertpapierfonds.

"Die Geschichte hat nicht den redaktionellen Maßstäben von CNN entsprochen und wurde deshalb zurückgezogen. Alle Links zu dem Beitrag sind gesperrt", teilte CNN am Montag mit.

Die Journalisten Thomas Frank, Lex Haris und Eric Lichtblau wollen bei Recherchen im Kongress festgestellt haben, dass der Hedgefonds-Unternehmer und Chefberater des US-Präsidenten, Anthony Scaramucci, direkte Verbindungen zu russischen Wertpapiergeschäften unterhalte. Nach Angaben von CNN ist die Geschichte nicht ausreichend belegbar gewesen, um veröffentlicht zu werden. "Wir entschuldigen uns bei Herrn Scaramucci", erklärte der Sender. Scaramucci hatte zuvor Widerspruch gegen die Veröffentlichung erhoben, die Entschuldigung jedoch akzeptiert. (APA, dpa, 27.6.2017)

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