24-Jähriger stach Mitbewohner in Asylheim nieder: Sieben Jahre Haft

30. Mai 2017, 22:30
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Geschworene entschieden bei Prozess in Eisenstadt mit 5:3 auf versuchten Mord

Eisenstadt – In Eisenstadt ist am Dienstagabend ein 24-jähriger Asylwerber aus dem Iran, der im Jänner in einer Unterkunft einen Mitbewohner niedergestochen haben soll, zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Ein Geschworenensenat sprach den Mann mit 5:3 Stimmen des versuchten Mordes schuldig. Die Frage, ob er aus Notwehr oder Putativnotwehr (dafür müsste der Handelnde sich irrtümlich angegriffen wähnen, ohne es in Wahrheit zu sein) gehandelt habe, wurde mit 7:1 Stimmen verneint.

Mindeststrafmaß unterschritten

Der Staatsanwalt und der Verteidiger gaben keine Erklärung ab, das Urteil ist somit nicht rechtskräftig. Strafmildernd waren die bisherige Unbescholtenheit des Angeklagten sowie der Umstand, dass es beim Versuch geblieben sei. Auch dass das Opfer den Angeklagten wiederholt provoziert habe, stellte für das Gericht einen Milderungsgrund dar. "Erschwerend war kein Umstand", erklärte die Vorsitzende des Geschworenensenats, Richterin Birgit Falb. Aufgrund des Überwiegens der Milderungsgründe habe man auch das Mindeststrafmaß von zehn Jahren unterschreiten können. (APA, 30.5.2017)

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