Europas Badegewässer werden sauberer, Österreich im Spitzenfeld

23. Mai 2017, 13:04
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21.000 Badegewässer untersucht – 95,1 der Badewässer in Österreich mit ausgezeichneter Qualität – Verschlechterungen in Italien, Spanien, Frankreich, den Niederlanden und Dänemark

Brüssel – Die Wasserqualität der Badegewässer in der EU wird immer besser. 21.000 Küsten- und Binnenbadegewässer wurden im Jahr 2016 untersucht, davon entsprachen 96,3 Prozent den Mindestanforderungen der EU-Badegewässerrichtlinie, wie die Europäische Umweltagentur (EUA) und die EU-Kommission am Dienstag berichteten. In Österreich wiesen 95,1 Prozent der 264 Badegewässer eine ausgezeichnete Qualität auf.

Insgesamt wiesen 85,5 Prozent der Badegewässer in der EU 2016 eine ausgezeichnete Qualität auf, 2011 lag der Anteil noch bei 78,1 Prozent. Österreich liegt bei der Wasserqualität der Badestellen an fünfter Stelle in der Europäischen Union. Nur in Luxemburg (alle elf Badegewässer), Zypern und Malta (je 99 Prozent der Badegewässer) sowie Griechenland (97 Prozent) gab es prozentuell mehr Badestellen mit ausgezeichneter Wasserqualität als in der Alpenrepublik.

In Österreich sowie in Estland, Griechenland, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Rumänien, Slowenien und Zypern hatten alle Badegewässer zumindest ausreichende Qualität. Elf Gewässer (4,4 Prozent) in Österreich hatten gute Qualität, in zwei Gewässern (0,8 Prozent) wies das Wasser nur ausreichende Qualität auf.

Jeder siebzigste See mangelhaft

Das Baden in Gewässern mit schlechter Wasserqualität könne zu Erkrankungen führen, so der Bericht. 2016 wurde die Wasserqualität von 1,4 Prozent der Badestellen als mangelhaft eingestuft. Den höchsten Anteil an Badegewässern mit mangelhafter Qualität gab es in Irland (sechs Badegewässer bzw. vier Prozent), im Vereinigten Königreich (20 Badegewässer oder drei Prozent) und der Slowakei (ein Badegewässer oder drei Prozent).

Gegenüber dem Jahr 2015 verringerte sich die absolute Zahl der Badegewässer mit mangelhafter Qualität um 19 Gewässer in Spanien (von 58 im Jahr 2015 auf 39 im Jahr 2016) und um 13 Gewässer in Frankreich (von 95 im Jahr 2015 auf 82 im Jahr 2016). Die deutlichste Verschlechterung musste Italien verzeichnen, wo sich 22 bisher als mit ausreichender oder besserer Qualität bezeichnete Badegewässer auf mangelhaft verschlechterten. Auch in Spanien, Frankreich, den Niederlanden und Dänemark verschlechterte sich die Qualität erheblich.

Insgesamt sei aber "eine Verbesserung der Wasserqualität im Laufe der Zeit zu verzeichnen", heißt es in dem Bericht. Europäische Rechtsvorschriften und nationale Wasserpolitik sowie Investitionen in eine bessere Abwasserbehandlung, Kanalisation und die Reduzierung von Verschmutzungen in der Landwirtschaft hätten dazu geführt, dass Europas Badegewässer "heute deutlich sauberer sind als noch vor einigen Jahrzehnten". (APA, 23.5.2017)

  • Österreichs Badegewässer zählen zu den saubersten in Europa.
    foto: christian fischer

    Österreichs Badegewässer zählen zu den saubersten in Europa.

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