Surbook: "Leistbarer" Klon des Surface Pro vorgestellt

27. April 2017, 15:53
45 Postings

Gerät von chinesischem Hersteller Chuwi kommt mit Stift und Celeron-CPU

Drei Generationen hat es gedauert, ehe Microsoft sein Surface-Convertible von einem Geldgrab zu einem guten, nachgefragten Produkt entwickelt hatte. Seitdem hat der Hybrid aus Tablet und Notebook allerlei Mitbewerber dazu inspiriert, sehr ähnliche Geräte zu bauen.

Die vermutlich deutlichste Nachahmung liefert nun der chinesische Hersteller Chuwi mit dem "Surbook". In beinahe identem Design soll das Gerät vor allem Nutzer ansprechen, für die das Original den Budgetrahmen sprengen würde – ohne dabei auf ein hochauflösendes Display oder Stifteingabe zu verzichten.

Stift und andockbare Tastatur

Auf den Markt bringen will Chuwi das "leistbare" Surbook über die Crowdfundingplattform Indiegogo. Viele Spezifikationen gleichen dabei der Vorlage, dem Surface 4 Pro. Auch hier kommt ein Tablet mit 12,3-Zoll-Display zum Einsatz, dessen Auflösung 2.736 x 1.824 Pixel beträgt. Beigelegt ist ein Eingabestift mit einer Empfindlichkeit von 1.024 Druckstufen.

Für die Nutzung als Laptop gibt es eine Tastatur, die scheinbar über einen magnetischen Mechanismus befestigt wird. Wie auch das Original hat die Tablet-Basis einen Kickstand, der sie in diesem Modus stützt. Unklar ist, ob er sich mehrstufig verstellen lässt.

Celeron-Prozessor, sechs GB RAM

Bei der Hardwareausstattung setzt Chuwi eine Klasse unter dem Surface Pro an. Während dessen günstigste Variante mit einem Core-M-Prozessor ausgestattet ist, kommt hier ein Intel Celeron N3450 aus Mitte 2016 zum Einsatz, der die "Apollo Lake"-Architektur nutzt. Es handelt sich um einen Quadcore-Chip mit Basistakt von 1,1 GHz (bis zu 2,2 GHz im Burst-Modus) und eigener Grafikeinheit (Intel HD 500). Ihm werden sechs GB RAM zur Seite gestellt.

Der interne Speicher ist mit 128 GB (eMMC) bemessen. Der Li-Po-Akku bringt es auf 10.000 mAh. Das Gerät beherrscht Dualband-WLAN und verfügt über zwei Kameras (fünf Megpixel rückseitig, zwei Megapixel auf der Front). Als Betriebssystem ist Windows 10 vorinstalliert. Die Anschlussausstattung besteht aus zwei regulären USB 3.0-Ports sowie einem USB-C-Steckplatz.

Indiegogo-Kampagne steht kurz bevor

Wann die Finanzierungskampagne genau startet, ist nicht bekannt, Interessenten können sich allerdings per E-Mail informieren lassen. Da man derzeit in einem Social-Media-Contest zwei Gratisexemplare bis 2. Mai verlost, dürfte die Indiegogo-Kampagne wohl kurz darauf beginnen.

Man verspricht Sonderangebote für besonders schnelle Unterstützer. Wann diese ihr Surbook erhalten sollen, verrät Chuwi aktuell eben so wenig, wie den Preis. Realistisch erscheint angesichts der Ausstattung ein Kostenfaktor von rund 400 bis 500 Euro für das Convertible.

Das Unternehmen wurde nach eigenen Angaben im Jahr 2004 gegründet und hat in den vergangenen Jahren vorwiegend Tablets mit Windows und Android hergestellt. Mittlerweile führt man auch Laptops und externe Akkus im Programm.

  • Das Surbook soll Interessenten ansprechen, die sich ein günstigeres Surface Pro wünschen.
    foto: chuwi

    Das Surbook soll Interessenten ansprechen, die sich ein günstigeres Surface Pro wünschen.

Share if you care.