Krebserkrankung erfunden: Bloggerin verurteilt

    15. März 2017, 12:56
    26 Postings

    Umgerechnet 300.000 Euro hat eine Australierin mit einer Lüge verdient. Die Frau hatte behauptet, ihre erfundene Krebserkrankung etwa mit spezieller Ernährung geheilt zu haben

    Wegen einer erfundenen Krebs-Erkrankung, aus der sie Profit geschlagen hatte, ist eine Gesundheits-Bloggerin in Australien vor Gericht gestanden. Die 25-Jährige wurde kürzlich von einem Gericht in Melbourne der vorsätzlichen Täuschung für schuldig befunden.

    Die Australierin hatte behauptet, einen Hirntumor mit ayurvedischer Medizin, einer Sauerstofftherapie sowie dem Verzicht auf Gluten und Zucker überwunden zu haben. In Wahrheit war sie jedoch nie an Krebs erkrankt. Das Strafmaß wird von der Justiz erst später festgelegt.

    Nach Erkenntnissen des Gerichts kam die Bloggerin, die durch die Geschichte über ihre vermeintliche Heilung zu einiger Prominenz kam, über eine eigene App und den Verkauf eines Buchs auf Einnahmen von insgesamt 420.000 australischen Dollar (etwa 300.000 Euro). Davon soll sie umgerechnet nur etwa 7.000 Euro gespendet haben. Eigentlich hatte die Frau versprochen, einen "Großteil" der Einnahmen an wohltätige Organisationen weiterzureichen.

    Psychiatrische Probleme

    Richterin Debra Mortimer hielt es in ihrem Schuldspruch für möglich, dass die Frau selbst an eine Krebs-Erkrankung geglaubt habe. "Vielleicht hatte sie andere, psychologische oder psychiatrische Probleme. Nicht alle Menschen sind jederzeit rational und vernünftig." Dennoch sei sie aber nicht davon überzeugt, dass die Frau unwissentlich gehandelt habe. Die Bloggerin selbst war vor Gericht nicht anwesend. Sie hatte 2015 zugegeben, dass sie gar nicht an Krebs erkrankt war. (APA, 15.3.2017)

    Share if you care.