Geheimdienst: Trumps tödlicher Jemen-Einsatz brachte nichts

2. März 2017, 10:47
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Präsident tröstete Witwe von getötetem Soldaten mit "großen Mengen entscheidender Geheimdienstinformationen"

Washington – Ein Bodeneinsatz von US-Spezialkräften im Jemen mit mehreren Toten hat laut einem Medienbericht den Geheimdiensten der USA keine wichtigen Erkenntnisse geliefert – entgegen einer Aussage von Präsident Donald Trump. Das berichtete der Sender NBC am Mittwoch unter Berufung auf zehn anonyme US-Regierungsmitarbeiter.

Bei Trumps Rede vor dem Kongress am Dienstag war die Witwe eines Soldaten der Spezialeinheit Navy Seals, der bei dem Einsatz gegen Al-Kaida-Mitglieder im Jemen im Jänner getötet worden war, neben Trumps Tochter Ivanka gesessen. Die Frau, Carryn Owens, war sichtlich bewegt, als sich der Präsident während der Ansprache an sie wandte.

Trump tröstete Witwe

Trump nannte ihren Mann, William Ryan Owens, einen Helden und fügte hinzu, Verteidigungsminister James Mattis zufolge sei der Einsatz "hocherfolgreich" gewesen und habe "große Mengen entscheidender Geheimdienstinformationen hervorgebracht, die zu vielen weiteren Siegen in der Zukunft gegen unsere Feinde führen werden".

Dem NBC-Bericht zufolge fanden sich auf Computern, Handys und Festplatten, die bei der Aktion sichergestellt worden waren, bisher aber keine bedeutenden oder verwertbaren Informationen.

Bei der ersten von Trump genehmigten Anti-Terror-Aktion war Beobachtern zufolge sehr vieles schiefgegangen. Neben Owens waren mehrere Zivilisten, darunter Kinder, ums Leben gekommen. Der Vater des getöteten Soldaten warf Trump vor, sich hinter seinem Sohn zu verstecken, um eine Ermittlung zu dem Einsatz zu verhindern. (APA, 2.3.2017)

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