VW kürzt Betriebspension bei neuen Vorständen

28. Februar 2017, 07:58
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Der deutsche Autokonzern zahlt nur noch 40 statt 50 Prozent des Grundgehalts ein und verschärft die Regeln für Boni

Wolfsburg – Neue Vorstandsmitglieder von Volkswagen erhalten künftig niedrigere Betriebspensionen. Statt bisher 50 Prozent des Grundgehalts zahlt der Dax-Konzern seinen Top-Managern dann noch 40 Prozent in die Betriebspension ein. Das sagte ein VW-Sprecher am Montagabend der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Die Regelung ist Bestandteil des neuen Vergütungssystems, das der VW-Aufsichtsrat am Freitag beschlossen hatte. Diese Reform sieht neben einer Deckelung der Einkommen für die Vorstände vor, dass die Ziele für die variable Vergütung, darunter umstrittene Bonuszahlungen, verschärft werden.

Dafür wird das Fixgehalt angehoben, an dem sich die Betriebspension berechnet. VW betonte allerdings, dass diese auch in bestehenden Verträgen nicht vom neuen, höheren Fixgehalt abhänge, sondern weiterhin vom alten, niedrigeren Verdienst. "Die Vorwürfe, dass sich die Vorstände über die Rente die Millionen wiederholen, die ihnen im neuen Vergütungssystem verloren gehen, sind absoluter Unsinn", zitierte die "Bild" aus Konzernkreisen.

VW reagiert mit der Vergütungsreform auf scharfe Kritik an hohen Bonuszahlungen und Betriebspensionen für Vorstände trotz des Dieselskandals. So erhält der zurückgetretene Ex-VW-Chef Martin Winterkorn vertragsgemäß umgerechnet knapp 3100 Euro pro Tag. Künftig soll der Vorstandschef höchstens 10 Millionen Euro im Jahr verdienen, die Vorstandsmitglieder maximal 5,5 Millionen Euro. Die Maximal-Einkommen könnten aber nur bei einer "herausragenden Unternehmensentwicklung" erreicht werden, hieß es. (APA, 28.2.2017)

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    Volkswagen führt ein neues Vergütungssystem ein.

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