Irans Präsident Rouhani tritt für zweite Amtszeit an

26. Februar 2017, 11:36
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Bisher kein konservativer Gegenkandidat für Wahl am 19. Mai

Teheran – Irans Präsident Hassan Rouhani wird für eine zweite vierjährige Amtszeit antreten. Das gab Vizepräsident Hussein-Ali Amiri am Sonntag bekannt. Bis jetzt hatten sich weder Rouhani noch das Präsidialamt zu dem Thema geäußert. Die Präsidentschaftswahl findet am 19. Mai statt.

Der 68 Jahre alte Rouhani gehört zum Reformlager. Die anderen beiden großen Lager, die Hardliner sowie die Konservativen, suchen noch nach geeigneten Gegenkandidaten. Nach Einschätzung von Kommentatoren hat jedoch keiner der bisher genannten möglichen Kandidaten eine reelle Chance, die Wiederwahl Rouhanis zu gefährden.

Die Opposition hofft, dass sich vor der Wahl außenpolitische Spannungen – dabei insbesondere mit der US-Regierung von Präsident Donald Trump – verschärfen und die Wirtschaft nicht wie erwartet von der Umsetzung des Atomabkommens mit dem Westen profitiert. Beides könnte zum Scheitern von Rouhanis moderatem Kurs und zu einem politischen Comeback der Hardliner und Konservativen an die Macht führen.

Iran begann Seemanöver

Inmitten dieser wachsenden Spannungen mit der neuen US-Regierung hat der Iran auch mit seinem jährlichen Seemanöver begonnen. Geübt werden solle dabei insbesondere der Kampf gegen den Terrorismus und die Piraterie, sagte Konteradmiral Habibollah Sayyari am Sonntag staatlichen Medien zufolge.

Das Manövergebiet umfasst die Straße von Hormuz, den Golf von Oman, die Straße von Ban el-Mandab und Teile des nördlichen Indischen Ozeans. Daran beteiligt sind nach offiziellen Angaben Schiffe der Marine, U-Boote und Hubschrauber. Durch die Seegebiete werden täglich Millionen Barrel Rohöl Richtung Europa, die USA und Asien transportiert. Die in der Region stationierte fünfte US-Flotte sichert diese Schifffahrtswege.

Seit der Amtsübernahme von Trump im Jänner hat sich der Ton zwischen beiden Ländern deutlich verschärft. Nach einem iranischen Raketentest Ende Jänner hatte Trump erklärt, die Islamische Republik spiele mit dem Feuer. Zudem verhängte er neue Sanktionen gegen den Iran. (APA, dpa, Reuters, 26.2.2017)

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