SPÖ Oberösterreich: Genossen der Eitelkeit

Kommentar24. Februar 2017, 17:34
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Die oberösterreichische SPÖ bräuchte jetzt Geschlossenheit

Der rote Masochismus in Oberösterreich ist scheinbar grenzenlos. Den kümmerlichen Rest an politischer Glaubwürdigkeit verspielt die einst so starke Arbeiterpartei jetzt dank interner Wadlbeißerei. Als wäre die Wähler-Watsche samt Abstieg in die politische Bedeutungslosigkeit für die SPÖ noch nicht Schmach genug, erklimmen jetzt die Partei-Egoisten den roten Scherbenhaufen, um lautstark die eigenen Eitelkeiten zu pflegen.

Eine politische Partei braucht unbequeme Köpfe. Funktionäre, die in den Reihen der Abnicker auch manchmal den Kopf schütteln. Doch mitunter ist der Weg vom kritischen Geist hin zum Profilneurotiker ein kurzer.

Dringender denn je bräuchte die oberösterreichische SPÖ jetzt Geschlossenheit. Man mag Landeschefin Birgit Gerstorfer politische Unerfahrenheit vorwerfen, doch der Ansatz, sich nicht mehr in der Suche und Analyse der Fehler vergangener Tage zu verlieren, sondern mehr Miteinander anzustreben, ist nicht der schlechteste. Unlösbar wird diese Aufgabe, wenn sich die Riege der roten Sonnenkönige für ein Gegeneinander entscheidet. Der Herr Bürgermeister spielt mit Abspaltungsgedanken, der Herr Kammerpräsident kann mit mehrheitlich gefällten Personalentscheidungen nur schwer leben – und selbst der pensionierte SPÖ-Landeschef mischt im Hintergrund noch mit.

Genossen, hört die Signale: Bescheidenheit ist das Motto der Stunde. Für Überheblichkeit gibt es keinen Grund. (Markus Rohrhofer, 24.2.2017)

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