EU-Kommissarin Malmström warnte USA vor Handelskrieg

21. Februar 2017, 08:18
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"Wäre schlecht für unsere Volkswirtschaften"

Brüssel/Washington – EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat die US-Regierung eindringlich vor Handelsbeschränkungen wie Importsteuern gewarnt. "Das Risiko besteht, dass es weltweit Vergeltungsmaßnahmen geben wird – und das wäre sehr schlecht für unsere Volkswirtschaften und unsere Bürger", sagte sie dem "Handelsblatt". Die Frage, ob die Folge ein Handelskrieg wäre, bejahte Malmström.

"Wenn es wirklich so weit kommt, wird es keine Gewinner geben – das haben wir in der Vergangenheit gesehen." Bisher gebe es aber "keine konkreten Vorschläge der US-Regierung", sagte Malmström. "Die Diskussion in Washington verläuft im größeren Kontext einer Steuerreform – und die bräuchte natürlich die Zustimmung des Kongresses. Ein solcher Prozess würde viele Änderungsanträge mit sich bringen und Zeit brauchen."

Die schwedische Kommissarin kündigte zudem an, die Freihandelsgespräche mit jenen Ländern voranzutreiben, die vom Ausstieg der USA aus dem Transpazifischen Handelsabkommen TPP betroffen sind. "Viele der TPP-Länder treten nun an uns heran, weil sie glauben, dass Protektionismus nicht die richtige Antwort ist." Mit fast allen von ihnen verhandle die EU schon oder bereite Gespräche vor, sofern nicht schon Abkommen bestünden. (APA, Reuters, 21.2.2017)

  • Die schwedische Kommissarin kündigte an, die Freihandelsgespräche mit jenen Ländern voranzutreiben, die vom Ausstieg der USA aus dem Transpazifischen Handelsabkommen TPP betroffen sind.
    foto: afp photo / thierry charlier

    Die schwedische Kommissarin kündigte an, die Freihandelsgespräche mit jenen Ländern voranzutreiben, die vom Ausstieg der USA aus dem Transpazifischen Handelsabkommen TPP betroffen sind.

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