Gerüchte über Sprint-Verkauf an T-Mobile US treiben Softbank-Kurs

20. Februar 2017, 11:45
posten

Japanischer Konzern hatte US-Mobilfunkunternehmen teuer eingekauft

Die Gerüchte, der japanische Telekommunikationsriese Softbank könne seine US-Mobilfunktochter Sprint an den Konkurrenten T-Mobile US verkaufen, haben den Kurs an der Börse in Tokio am Montag steigen lassen. Die Aktie von Softbank legte im Laufe des Tages um mehr als drei Prozent zu und notierte bei Handelsschluss bei 8.789 Yen (73,2 Euro).

Kurssprünge

Der Kurs der Deutschen-Telekom-Tochter T-Mobile hatte bereits am Freitag einen Sprung von mehr als fünf Prozent gemacht. Presseberichten in den USA zufolge könnte Softbank in den kommenden Monaten mit der Deutschen Telekom über einen Zusammenschluss von Sprint und T-Mobile verhandeln. Softbank sei bereit, seine Kontrolle über Sprint bis auf einen Minderheitsanteil abzugeben.

Softbank hatte Sprint vor drei Jahren teuer eingekauft. Anfang Februar hatte Konzernchef Masayoshi Son erklärt, er habe zunächst auch T-Mobile kaufen und beide Unternehmen fusionieren wollen – dieser Plan sei aber an den Wettbewerbshütern gescheitert. "Ich war verzweifelt. Doch dann habe ich mir gesagt, egal, wir bringen Sprint eben ohne T-Mobile auf die Beine, und es wird langsam." Hinter den Marktführern in den USA, Verizon Wireless und At&T, liegt Sprint aber weit zurück. (APA/AFP, 20.2.2016)

Share if you care.