"Brave": Browser streamt und lädt Torrents

    20. Februar 2017, 11:14
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    Soll auch für mehr Schutz der Privatsphäre sorgen – integriert Bezahlsystem für Webseiten

    Auch wenn die Browserwelt mit Chrome, Firefox, dem Internet Explorer/Edge und Safari gleich eine Reihe an bekannten Playern mit unterschiedlichen Qualitäten bietet, lohnt sich immer wieder ein Blick über den Tellerrand.

    Beispielsweise bietet der Tor-Browser, ein Derivat von Firefeox, besseren Identitätsschutz beim Surfen im Netz und auch Zugang zu Webseiten, die im gleichnamigen Anonymisierungsnetzwerk gehostet werden.

    Torrent-Download und Streaming

    Seit einem Jahr gibt es auch eine Alternative namens "Brave". Das Surftool mit dem Löwenlogo soll vor allem dem Fortschritt der Entwicklung der Torrenttechnologie Tribut zollen, schreibt Torrentfreak. Denn die Bedeutung klassicher Bittorrent-Clients zum P2P-Download von Inhalten sei am Schwinden. Gleichzeitig befindet sich Streaming im Aufschwung.

    Daher unterstützt der Browser beides. Mit ihm lassen sich sowohl Torrentinhalte herunterladen, als auch – im Falle von Musik und Videos – streamen. Die Funktion ist allerdings noch ziemlich neu und die Benutzeroberfläche aus diesem Grund noch ausbaubedürftig.

    foto: brave

    Brave Payments

    Punkten soll Brave auch mit erweitertem Schutz der Privatsphäre von Nutzern. Dafür sorgen mehrere Komponenten. Neben einem Adblocker, der "bösartige Werbung" fernhalten soll, kann er außerdem eine HTTPS-Verbindung erzwingen, wo möglich, und erlaubt auch das gezielte Blockieren von Skriptinhalten und Drittanbieter-Cookies.

    Teil des Browsers ist die Bezahlfunktion "Brave Payments". Hier können Nutzer ein monatliches Budget und ihre Lieblingsseiten festlegen. Diese erhalten dann, errechnet über die Anzahl der Aufrufe durch den Nutzer, einen prozentuellen Anteil an der Gesamtsumme. Voraussetzung ist allerdings, dass sie das auf Bitcoins basierende Bezahlsystem überhaupt erst implementieren.

    Hinter Brave stehen der Entwickler Brian Bondy und der ehemalige Kurzzeit-Mozilla-Chef Brendan Eich. Der quelloffene Browser baut auf Chromium auf und steht für Linux, Windows, macOS, iOS sowie Android zur Verfügung. (red, 20.02.2017)

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