De Maiziere: Staat kommt nicht gegen IS-Propaganda im Netz an

19. Februar 2017, 09:17
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Deutscher Innenminister: "So verführerisch, so mörderisch verführerisch, so intelligent und gut gemacht"

Die deutschen Sicherheitsbehörden können der islamistischen Propaganda im Netz bisher nichts entgegensetzen. "Die Propaganda vom IS ist so verführerisch, so mörderisch verführerisch, so intelligent und gut gemacht", warnte der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. "Wir haben bisher kein Mittel gefunden, um dagegen erfolgreich zu sein."

Gegenerzählung zur Propaganda

Man müsse der Propaganda aber eine Art Gegenerzählung im Internet entgegensetzen, um der Radikalisierung junger Menschen vorzubeugen. Den Kampf gegen den Terror gewinne man nicht nur mit Repression, es brauche auch Prävention. Das müsse gemeinsam mit europäischen Nachbarn viel stärker verfolgt werden als bisher, forderte der CDU-Politiker. Man müsse es im Kampf gegen den Terror nicht nur mit ausländischen Kämpfern aufnehmen, sondern auch mit heimischen Terroristen.

De Maiziere nannte das Beispiel der 16-jährigen IS-Sympathisantin Safia S., die einen Polizisten in Hannover niederstach. "In Deutschland geboren, in Deutschland groß geworden, in Deutschland radikalisiert." (APA, 19.2.2017)

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