"Wie ein Dominohaufen zusammengefallen"

18. Februar 2017, 18:58
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Ried – Salzburg (1:6):

Christian Benbennek (Ried-Trainer): "Die ersten 20 Minuten haben widergespiegelt, was wir uns vorgenommen haben. Auch dass wir nach dem 0:1 sofort zurückgekommen sind, war ein gutes Zeichen. Vor dem 1:2 ist etwas passiert, für das jegliche Erklärung fehlt. Wir sind überspielt worden, waren immer zu weit weg vom Gegner und sind wie ein Dominohaufen zusammengefallen. Aus dieser Verunsicherung haben wir dann fünf Minuten später noch das 1:3 bekommen. Wichtig für uns ist, dass wir uns jetzt schnell wieder aufrichten und gut auf die Admira vorbereiten. Es ist klar, dass bei sechs Gegentoren und dem Abstiegskampf über den Trainer diskutiert wird, aber wir kommen aus dieser Situation nicht heraus, wenn wir unruhig werden. Dass bei uns allen die Alarmanlagen auf rot sind, ist aber klar."

Oscar Garcia (Salzburg-Trainer): "Mit den ersten 20 Minuten bin ich nicht zufrieden, da hat Ried fast alle Zweikämpfe gewonnen. Es war etwas glücklich, dass wir die ersten Chancen gleich verwertet haben. In der zweiten Hälfte war das 4:1 entscheidend, dann war es für uns leichter."

Sturm Graz – Austria Wien (0:4):

Franco Foda (Sturm-Trainer): "In der ersten Hälfte war es ein ganz schlechtes Spiel von uns, wir hatten keine Torchancen und haben uns wenig zugetraut. Austria hatte auch wenig Torchancen, war aber im Passspiel sicherer als wir. Zu Beginn der zweiten Hälfte waren wir etwas besser und sind dann durch einen Fehler in Rückstand geraten. Insgesamt war es ein extrem schlechter Tag von uns. Man darf am Ende nicht 0:4 untergehen."

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Wir haben klar und verdient gewonnen und guten Fußball gespielt, auch schon in der ersten Hälfte. Ich hatte in der Pause ein gutes Gefühl, und die Mannschaft hat das Wesentliche bis zur letzten Sekunde durchgezogen. Sie spielt mit dem Vertrauen, Tore erzielen zu können."

Rapid – Admira (0:0):

Damir Canadi (Rapid-Trainer): "Wir sind in der ersten Hälfte sehr gut ins Spiel gekommen, haben keine Umschaltsituationen für die Admira zugelassen und uns viele Chancen geschaffen. Da hätten wir das Spiel entscheiden müssen. In der zweiten Hälfte sind wir nicht mehr so gut ins Spiel gekommen, aus meiner Sicht war es an Sobczyk ein klarer Elfmeter. Das Passspiel ist auf dieser Wiese nicht leicht, es sind viele Hügel drin. Aber die Mannschaft hatte eine tolle Körpersprache und wollte bis zuletzt gewinnen. Die Mannschaft ist aus meiner Sicht auf keinem schlechten Weg."

Damir Buric (Admira-Wacker-Mödling-Trainer): "Die Zuschauer haben ein sehr gutes Spiel mit viel Tempo und vielen Chancen gesehen. Rapid hatte in der ersten Hälfte viele Möglichkeiten, da haben wir uns in die Halbzeit gerettet. Wir haben dann zur Pause umgestellt und dann das Spiel besser in den Griff bekommen. Das Tor am Schluss für uns wäre aber unverdient gewesen."

Altach – St. Pölten (1:2):

Martin Scherb (Altach-Trainer): "Die zweite Hälfte war richtig gut, wie wir Fußball gespielt haben. Wir sind über die Seite gekommen und haben Leidenschaft an den Tag gelegt. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, ist es die Tatsache, dass wir zu wenig Tore geschossen haben und zu leicht Gegentore bekommen haben. Die Mannschaft hat alles das umgesetzt, was wir wollten – bis auf den erfolgreichen Torabschluss. Wir haben Ausfälle, die richtig wehtun. Aber die Mannschaft hat immer daran geglaubt."

Hannes Aigner (Altach-Stürmer): "Man hat gesehen, sie wollten uns die Schneid abkaufen. Das ist ihnen teilweise auch sehr gut gelungen. Wir haben einfach zu spät angefangen, uns zu wehren."

Jochen Fallmann (St. Pölten-Trainer): "Das Wichtigste sind natürlich die drei Punkte. Aber nicht weniger wichtig ist das Selbstvertrauen, das die Mannschaft mitnimmt aus dem Spiel. Das frühe 1:0 hat uns in die Karten gespielt. Letztendlich war es ein sehr zerfahrenes, sehr emotional geführtes Spiel, in dem wir – so uns der Ausschluss nicht passiert wäre – noch gefährlicher sein hätten können."

Mattersburg – WAC (2:1):

Gerald Baumgartner (Mattersburg-Trainer): "Man hätte die eine oder andere Chance verwerten müssen, die Konter besser fertigspielen müssen. Der Sieg war Goldes wert. Wir haben gezeigt, dass wir auch spielerisch etwas drauf haben. Es ist positiv, wie die Mannschaft auftritt. Es herrscht viel Euphorie, und Selbstvertrauen ist auch da."

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): "Es war eine sehr intensive Partie. Es gab viele Zweikämpfe, für mich war das Spiel sehr rassig. Durch ein wunderschönes Tor von Röcher ist Mattersburg in Führung gegangen, wir haben aber schnell wieder nachlegen können. Das Match war auf des Messers Schneide. Man kann von einem verdienten Sieg für Mattersburg sprechen. Ich bin dennoch mit dem Auftreten der Mannschaft sehr zufrieden, hin und wieder sind wir aber zu viel Risiko eingegangen. Die Mannschaft hat aber voll dagegengehalten." (APA, 18.2.2017)

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