Mutter soll in Oberösterreich Sohn getötet haben

18. Februar 2017, 13:59
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Die Frau wollte sich anschließend selbst das Leben nehmen, überlebte den Suizidveruch jedoch

Nußdorf – Eine Mutter hat am Samstag in Nußdorf am Attersee offenbar ihren neunjährigen Buben getötet und wollte sich selbst das Leben nehmen. Sie überlebte lebensbedrohlich verletzt und wurde in ein Spital nach Salzburg geflogen. Näheres war dem Landeskriminalamt Oberösterreich vorerst nicht bekannt.

Die Oma des getöteten Buben und Mutter der mutmaßlichen Täterin hat Samstagmittag in einem Mehrparteienhaus die Bluttat entdeckt. Das Kind wurde erstochen.

Über die Hintergründe der Tat war am Samstagnachmittag noch nichts bekannt. Bisher stehe fest, dass die Mutter des Schülers vom Vater des Buben getrennt lebt und es keine weiteren Kinder gibt, so LKA-Sprecher Gisbert Windischhofer.

Obduktion: Bub hatte Schnittverletzung am Unterarm

Kriminalisten haben die Tat "grundsätzlich" rekonstruiert, erklärte der LKA-Sprecher. Laut Obduktion dürfte die 38-Jährige am frühen Morgen im Kinderzimmer dem Buben eine "Schnittverletzung am Unterarm" zugefügt haben, worauf er verblutete.

In einer "gewissen zeitlichen Nähe" habe sich die Frau offenbar im Bad die Pulsadern aufgeschnitten. Die Oma des Buben und Mutter der Tatverdächtigen, die gegenüber wohnt, fand zu Mittag in dem Einfamilienhaus ihren bereits toten Enkel und die Tochter, die noch lebte.

Die Beschuldigte befindet sich im Landeskrankenhaus Salzburg und wird den Suizidversuch überleben, hieß es am Sonntag. "Sobald die Ärzte grünes Licht geben, werden Mordermittler sie einvernehmen", so Windischhofer weiter.

Erst dann erwarte er sich eine Klärung der Hintergründe, die nach wie vor offen sind. Eines stehe jedoch fest: "Eine Trennung hat per se mit der Tat nichts zu tun." Medien berichteten am Sonntag, dass die alleinerziehende Mutter eines Kindes wegen Beziehungsproblemen psychisch angegriffen sei. "Das kann ich so nicht bestätigen", sagte der LKA-Sprecher.

(APA, 18.2.2017)

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