Steirer unter Mordverdacht: Selbstmord der Ehefrau wird angezweifelt

18. Februar 2017, 10:39
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Obduktion und Tatrekonstruktion warfen Zweifel auf

Kirchberg an der Raab – Ein 37-Jähriger ist am Freitag in der Oststeiermark unter Verdacht des Mordes an seiner Ehefrau festgenommen worden. Die Frau war erhängt im Keller des Wohnhauses aufgefunden worden. Die Obduktion ließ dann Zweifel an dem vermeintlichen Selbstmord aufkommen, teilte die Polizei am Samstag mit.

"Es passt einfach alles nicht", meinte Polizeisprecher Leo Josefus zur Selbstmordvariante. Der Ehemann hatte am 15. Februar gegen 2.00 Uhr bei der Polizei gemeldet, dass sich seine Frau im Heizungskeller erhängt habe. "Bereits bei der Auffindung gab es leichte Zweifel", berichtete der Pressesprecher gegenüber der APA. Also habe man die Leiche beschlagnahmt und die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an. Über deren Ergebnis gab es vorerst keine näheren Angaben.

Es wurde auch eine Tatrekonstruktion durchgeführt, die laut Josefus "auch nicht gepasst hat". Daher wurde der 37-Jährige am Freitagnachmittag wegen Verdachts des Mordes festgenommen. Nach seiner Befragung, bei der er laut Polizei bisher jeden Tatzusammenhang bestritten hat, wird er in die Justizanstalt Graz-Jakomini gebracht. (APA, 18.2.2017)

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