Canadi will gegen Admira starkes Rapid-Kollektiv sehen

17. Februar 2017, 17:23
25 Postings

Grün-Weiß hat drei Punkte im Visier um eventuell doch noch an den Europacup-Rängen schnuppern zu können – Admira-Coach Buric: Rapid besser, als es Tabelle zeigt

Wien/Maria Enzersdorf – Rapids Erwartungshaltung vor dem ersten Bundesliga-Heimspiel des Jahres am Samstag gegen die Admira ist relativ klar: Gegen die Südstädter soll ein Erfolg her, um die Moral nach dem in letzter Sekunde verspielten Derbysieg zu heben und vielleicht doch noch an den Europacup-Rängen zu schnuppern.

Elf Zähler beträgt derzeit der Rückstand des Tabellenfünften auf Platz drei, der auf jeden Fall zur Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation berechtigt – zu viel nach dem Geschmack der Hütteldorfer, weshalb Trainer Damir Canadi versprach: "Wir wollen drei Punkte holen und werden alles dafür investieren."

Zuversicht schöpft der 46-Jährige aus dem bitteren 1:1 gegen die Austria. "Da haben wir viele gute Dinge gesehen, aber natürlich auch einige Sachen, die wir verbessern müssen", erklärte Canadi. "Wir wollen noch zielstrebiger werden und den Gegner noch mehr unter Druck setzen."

Canadis Rapid-Bilanz steht bei zwei Siegen, drei Remis und vier Niederlagen in neun Pflichtspielen. Gegen die Admira hatten die Hütteldorfer zuletzt dreimal in Folge das bessere Ende für sich, was aber den Respekt vor den Südstädtern nicht mindert. "Sie haben zuletzt beim 1:1 gegen Altach gut dagegengehalten. Wir müssen ihre Umschaltphasen unterbinden, nach vorne präsent sein, Chancen kreieren und sie auch verwerten", forderte Canadi.

Vergleich mit Barcelona

Um diese Vorhaben umzusetzen, bedürfe es einer gemeinsamen Kraftanstrengung, betonte Canadi mit Verweis auf das 0:4-Debakel des FC Barcelona gegen Paris St. Germain in der Champions League. "Selbst große Mannschaften bekommen den Arsch ausgehaut, wenn sie nicht im Kollektiv funktionieren und alles investieren."

Die richtige Einstellung ist aber nicht nur für Canadi ein entscheidender Faktor, sondern auch für Admira-Coach Damir Buric. "Wir müssen gegen Rapid und im gesamten Frühjahr in allen Bereichen auf hohem Niveau sein", warnte der Kroate. Sein Klub liegt als Siebenter sieben Punkte vom Abstiegsplatz entfernt. "Wir müssen aufpassen", sagte Buric.

Zudem treffe man auf einen Gegner, der in den vergangenen Wochen unter Wert geschlagen worden sei. "Rapid hat ein ganz starkes Team. Der Tabellenplatz zeigt nicht die wahre Qualität dieser Mannschaft", erklärte Buric. (APA, 17.2.2017)

Mögliche Aufstellungen

SK Rapid Wien – FC Admira Wacker Mödling (Wien, Allianz Stadion, Samstag, 18.30 Uhr, SR Drachta). Bisherige Saisonergebnisse: 4:0 (h), 2:1 (a)

Rapid: Knoflach – Dibon, Sonnleitner, M. Hofmann – Pavelic, Grahovac, Schwab, Schaub, Kuen – Murg, Kvilitaia

Ersatz: Strebinger – Schößwendter, Auer, Thurnwald, Okungbowa, Traustason, S. Hofmann

Es fehlen Joelinton (gesperrt), Schrammel (im Aufbautraining), Jelic (Riss in Wadenmuskulatur), Mocinic (Knieverletzung), Schobesberger (Knochenmarksödem), Wöber (Wadenverletzung), Novota (Schulterverletzung)

Admira: Leitner – Zwierschitz, Wostry, Strauss, Pavic – Lackner, Toth – Knasmüllner/Bajrami, Ebner, Spiridonovic – Monschein

Ersatz: Kuttin – Wessely, Posch, Sax, Starkl, Vastic, Ayyildiz

Es fehlt: Grozurek (Hüftprobleme), Fischerauer (Kreuzbandriss)

Fraglich: Knasmüllner (Rückenschmerzen)

Share if you care.