Forscher lösen Rätsel um Monster von Minden

Ansichtssache4. September 2016, 20:35
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Außerdem: New Horizons erspäht Quaoar, was die ersten Amerikaner aßen und ein neuartiges Ventil für Schallwellen

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foto: ben potter/university of alaska fairbanks

Was die ersten Amerika-Besiedler aßen

Viel weiß man nicht über die ersten Menschen, die Amerika am Ende der letzten Eiszeit vor rund 15.000 Jahren in mehreren Wellen besiedelt haben. Vermutlich erreichten sie den Doppelkontinent aus Ostasien kommend über eine breite Landbrücke, die sich dort befand, wo heute die Beringstraße Asien von Amerika trennt. Welche Sprache sie benutzten und wo genau sie hergekommen sind, ist noch immer weitgehend unklar – dafür können sich Wissenschafter jedoch aufgrund aktueller Untersuchungen ein Bild davon machen, was auf ihrem Speiseplan stand: Paläogeochemiker um Kyungcheol Choy von der University of Alaska Fairbanks haben insgesamt 17 prähistorische Feuerstellen am Tanana-Fluss in Alaska unter die Lupe genommen. Anhand der Isotopenverhältnisse gelang es den Wissenschaftern herauszufinden, was vor Jahrtausenden an den Lagerfeuern zubereiten worden war. Die frühesten, etwa 13.200 Jahre alten Proben deuten darauf hin, dass die eiszeitlichen Jäger und Sammler zunächst hauptsächlich Wild und Geflügel gegessen haben. Rund 2.000 Jahre später ist dann auch Fisch dazu gekommen, und das in großen Mengen: Choy und seine Kollegen entdeckten viele Hinweise auf Lachs als wichtiges Nahrungsmittel vor etwa 10.000 Jahren. Einige der Fische dürften dabei auch aus dem Meer gekommen sein – was freilich etwas überrascht, denn der Ozean ist von der Upward-Sun-River-Fundstelle mehrere hundert Kilometer entfernt.

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