Ein Schatten wandert über die Erde

Ansichtssache20. März 2016, 21:33
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foto: dieter heinlein (augsburg)

Jüngster Meteoritenfund analysiert

In der Nacht auf den 7. März ist im Grenzgebiet zwischen Oberösterreich und Bayern ein Meteorit niedergegangen. Der Feuerball war weithin sichtbar und löste auch vielfachen Alarm bei der Polizei, vor allem in der Nähe des Isar-Atomkraftwerks bei Landshut. In den vergangenen Tagen konnten Hobby-Astronomen aus Linz einige Überreste des Brockens aus dem All auf bayrischer Seite nahe der Grenze zum Bezirk Braunau aufspüren; insgesamt wurden 40 Gramm geborgen.

Wissenschafter um Addi Bischoff von der Wilhelms-Universität Münster (WWU) haben nun eines der Bruchstücke untersucht und den Meteoriten klassifizieren können: Bei dem Stück handelt es sich um einen gewöhnlichen metallarmen Steinmeteoriten, der der LL Chondritenklasse zugeordnet wird. Die innere Struktur des Meteoriten zeigt deutlich sichtbare Spuren früherer Kollisionen, denen sein Mutterkörper im Asteroidengürtel ausgesetzt war. Bei einem dieser Einschläge dürfte sich der spätere Meteorit losgelöst und auf den Weg zur Erde gemacht haben.

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