Ein Schatten wandert über die Erde

Ansichtssache20. März 2016, 21:33
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illu.: wastyn

Als Tulln noch Comagena hieß

Die Geschichte von Tulln an der Donau lässt sich bis in vorrömische Zeit zurückverfolgen. Am Beginn des ersten Jahrhunderts errichteten die Römer hier das Kastell Comagena und stationierten einen Stützpunkt der römischen Donauflotte. Ab 1. April zeigt das Römermuseum Tulln dazu die Sonderausstellung "Schlangenstab und Strigilis". Das Haus, das mit der Römerstadt Carnuntum, dem früheren Archäologischen Park Carnuntum, kooperiert, bietet Einblicke in das Leben der Stadt, als diese noch Comagena hieß. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Darstellung des militärischen Lebens im Lager (im Bild: Rekonstruktion eines römischen Hauses vor den Lagertoren) . Umfangreich sind auch die originalen Objekte, die das zivile Leben dokumentieren: Schmuck, Gläser und Tonwaren, Inschriftsteine sowie Reste von Grabbauten und ein großer Münzschatz sind zu bestaunen. Im Mittelpunkt der Schau stehen die Medizin und Körperpflege an den Grenzen des römischen Reiches. Durch die Kooperation mit Carnuntum wurde aus einem reichen Fundus an Exponaten aus dem dortigen Siedlungsgebiet geschöpft. Dazu zählen die Grabplatte des Arztes Eucratus, der marmorne Kopf des Heilgottes Aesculap und sein Schlangenstab sowie ein reiches medizinisches Instrumentarium und viele Gerätschaften rund um die Körperpflege, wie Kämme, Spiegel und Körperschaber (lat. strigilis).

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