Aufregung um Asteroiden auf Erdkurs

Ansichtssache13. März 2016, 20:55
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Außerdem: ein ungewöhnliches Echsenfossil, eine gewaltige Wand im All und Plutos finstere Berge in der Cthulhu-Region

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foto: apa/afp/clement sabourin

Meeresanstieg: Abpumpen ist auch keine Lösung

Der klimawandelbedingte Anstieg des Meeresspiegels ist bei weitem zu groß, um ihn mit technischen Mitteln in den Griff zu bekommen. Katja Frieler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und ihre Kollegen haben berechnet, ob es möglich wäre, die zusätzlichen Wassermassen auf den antarktischen Kontinent zu pumpen, wo sie gefrieren sollte. Die Analysen ergaben, dass dies keinesfalls eine praktikable Antwort wäre: Damit das Wasser für ein Jahrtausend auf der Antarktis gespeichert werden kann, müsste es mindestens 700 Kilometer ins Landesinnere transportiert werden – und dafür wäre ein Zehntel der aktuellen weltweiten Energieproduktion nötig, um die derzeitige Anstiegsrate des Meeresspiegels auszugleichen.

"Die Größenordnung des Meeresspiegel-Anstiegs ist so gewaltig, dass ein kaum vorstellbarer technischer Ansatz nötig wäre, ihn in den Griff zu bekommen", erklärt Ko-Autor Anders Levermann der im Journal "Earth System Dynamics" präsentierten Studie. "Selbst wenn es machbar wäre, würde es uns nur einen Aufschub bringen – wenn wir eines Tages mit dem Pumpen aufhören, würde zusätzlicher Masseverlust der Antarktis den Meeresspiegel-Anstieg beschleunigen. Solch eine Maßnahme würde künftigen Generationen eine zusätzliche Last aufbürden."

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