Kuusamo – Widrige Witterungsbedingungen haben am Samstag zum Abbruch des Skisprung-Weltcupbewerbes in Kuusamo geführt. Die Konkurrenz wurde am frühen Abend nach mehreren Unterbrechungen wegen stark wechselnden Windes nach 43 Athleten beendet.

Andreas Kofler war als Letzter über die Ruka-Schanze gegangen. Der Tiroler hatte große Probleme in der Luft und landete schon nach 80 Metern. "Es ist immer eine Gratwanderung beim Skispringen. Und wenn ich mir das so anschaue, waren noch nicht so richtig viele schöne Sprünge dabei", meinte Kofler nach seinem Sprung bei grenzwertigen Verhältnissen.

Defekte Kühlanlage

Nach seinem Sprung entschied sich die Jury bei anhaltend schwierigen Bedingungen zu einer halbstündigen Pause. Weil sich die Verhältnisse nicht besserten, wurde der Wettkampf schließlich abgebrochen. Neben dem ständig wechselnden Wind hatte auch die durch das Warmwetter in Mitleidenschaft gezogenen Anlaufspur, deren Kühlung ausgefallen war, Probleme bereitet.

Der am Nachmittag geplante gewesene Ersatz für den am Freitag abgesagten Bewerb hatte ebenfalls nicht stattfinden können. Eine Neuansetzung am Sonntag ist unter anderem aus logistischen Gründen wegen fehlender Flugverbindungen für den gesamten nordischen Weltcup-Tross keine Option.

Die nächsten Bewerbe steigen von 4. bis 6. Dezember in Lillehammer. Dort hat Gregor Schlierenzauer, der auf einen Start in Kuusamo verzichtet hat, nach seinem schwachem Weltcupauftakt in Klingenthal bei guten Bedingungen trainiert. (APA, 28.11.2015)