Draußen sein ... mit der Alta-Quota-Jacke von Polychromelab

    1. Februar 2015, 15:00
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    Die Wendejacke von Polychromelab funktioniert nach dem Rettungsdeckenprinzip

    Ich gestehe: Diese Jacke gebe ich nicht zurück. Das ist schön, aber auch blöd. Denn ich darf Teststücke nicht einfach behalten, sondern muss sie eben kaufen. Obwohl ich sie nicht brauche. Weil ich echt genug Hardshells habe. Aber: Die "Alta Quota" (oder ihre blaue Schwester, die "Alta Rossa") von Polychromelab ist halt echt was Besonderes. Weil man sie umdrehen kann.

    Okay, dieses Asset der Jackenmacher aus Hall in Tirol ist nicht neu: Meine Kindheits-Regenjacken waren Wendejacken. Gelb-blau. Ich besitze eine auf einer Seite voll-reflektierende und auf der anderen graue, wasserdichte, absolut nicht atmungsaktive (also unbrauchbare) Nike-Laufjacke. Was also ist an einer Wende-Hardshell besonders?

    Das, was die Wende kann. Denn was Polychromelab-Jacken von anderen wind- und wasserdichten, atmungsaktiven, superelastischen Laminat-Hightech-Jacken unterscheidet, ist das Rettungsdeckenprinzip: Je nach der nach außen gewandten Seite reflektieren Rettungsdecken Wärme - oder geben sie nach innen weiter. Klingt nett - aber ich hielt es für Werbe-Blabla.

    Doch als das Schweizer Label Scott (das mit Polychromelab nur die PR-Agentur gemein hat), unlängst nach Davos zum Hardware-Ausprobieren lud, durfte die Alta Quota den Wahrheitsbeweis antreten. Eine Skitour am Grat. Intensive Sonne und böiger Wind.

    foto: thomas rottenberg

    Ich wendete die Jacke alle zehn Minuten. Trotz gleichbleibender und identer Außenbedingungen und Anstrengung hätte ich nach dem gefühlten Wärmeunterschied Opern schreiben können. Sinnvoll eingesetzt kann diese Differenz den Unterschied zwischen tollen oder verkackten Unternehmungen ausmachen.

    foto: thomas rottenberg

    Außerdem: Die Haller pochen darauf, fair, ressourcenschonend und nachhaltig arbeiten zu lassen und nur europäische Produkte zu verarbeiten. Auch das "Lab" ist kein Gag: Das Material wurde mit der Uni-Innsbruck entwickelt - und am Glungezer, einem 2.677-Meter- Gipfel der Tuxer Alpen unter hochalpinen Bedingungen wird weiter getüftelt.

    foto: polychromelab.com

    Klingt zu gut, um keinen Haken zu haben?

    Ja eh: Die Jacken sind relativ schwer. Und 700 Euro kein Lercherlschas.

    Außerdem widersprach mir beim Scott-Event ein Kollege: Er hatte genau gar nix von Wirkung gespürt, fand Sitz und Schnitt "gestrig" und klagte über "seltsame Gerüche". Ein anderer Kollege stützte zwar meine Erfahrungen - erzählte aber, wieso die Alta Quota in seinem Blatt kein Leiberl bekam: "Schwarz schaut im Schnee auf Fotos einfach scheiße aus. Egal wie gut - unsere Artdirektorin sagt: ‚Schwarz im Schnee? No way!" (Thomas Rottenberg, derStandard.at, 1.2.2015)

    foto: polychromelab.com

    Getestete Jacke: Funktionsjacke "Alta Quota" von Polychromelab, online € 700,-

    Polychromelab

    Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien:

    Die Jacke wurde zu Testzwecken für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung gestellt.

    Der Aufenthalt in Davos war eine Einladung der Firma Scott.

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