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Seit Dezember ist bekannt, dass Gucci sich von Frida Giannini und ihrem Ehemann, Geschäftsführer Patrizio Di Marco, trennt.

Foto: AP/Evan Agostini

Gucci-Chefdesignerin Frida Giannini hat den Luxuskonzert sechs Wochen vor ihrem für Ende Februar geplanten Rückzug verlassen. Die neuen Herren- und Damenkollektion werde sie nicht wie geplant am 19. und am 25. Februar vorstellen, sagte Gucci-CEO Marco Bizzarri.

Im Dezember hatte Gucci die Trennung von Giannini und ihrem Ehemann, Geschäftsführer Patrizio Di Marco, angekündigt. Die beiden gelten als Opfer sinkender Umsätze. Di Marco wurde durch Bizzarri ersetzt. Die 42-jährige Giannini war seit 2006 Chefdesignerin bei dem 1921 gegründeten toskanischen Modehaus. Sie war erst 34 Jahre alt, als sie in die Fußstapfen von Tom Ford trat. Frida Giannini gilt als eine der mächtigsten und einflussreichsten Frauen in der Modebranche und ist mit einigen der prominentesten Stars des Showbiz vertraut. Die Römerin hat der Marke Gucci einen neuen Look verpasst.

Alessandro Michele als möglicher Nachfolger

Der Name ihres Nachfolgers wurde noch nicht bekannt gegeben. Gute Chancen werden Gianninis "rechter Hand" Alessandro Michele eingeräumt. Er ist seit wenigen Monaten Kreativdirektor bei dem ebenfalls zum Gucci-Imperium gehörenden Porzellanhersteller Richard Ginori.

Mit dem Umbau an der Gucci-Spitze sollen der Marke neuer Schwung gegeben und ihre Weiterentwicklung beschleunigt werden, verlautete aus Guccis Mutterkonzern Kering. Das toskanische Unternehmen hatte zuletzt mit schwächelnden Umsätzen zu kämpfen. Die Luxusmarke hat vor allem die Folgen des schwieriges Geschäftsumfelds in China zu spüren bekommen.

Gucci erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,56 Milliarden Euro. Das Wachstum blieb zuletzt aber hinter den Erwartungen zurück. Di Marco, seit Anfang 2009 an der Gucci-Spitze, sei mit seiner Strategie gescheitert, die Marke mit teureren Produkten im oberen Luxussegment zu etablieren, kommentierten italienische Medien. (APA, derStandard.at, 14.1.2015)