Junge Männer wollen Tempo 160

30. März 2005, 09:00
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Tempo 145 ist das Wunschtempo der Österreicher auf der Autobahn nach einer ÖAMTC-Umfrage - mit Grafik

Wien - Die Frage, ob die Bevölkerung weiter mit höchstens 130 Stundenkilometer auf der Autobahn fahren oder doch lieber die Tachonadel auf 160 hinauftreiben will, kann eine aktuelle ÖAMTC-Umfrage auch nicht schlüssig beantworten. Denn 37 Prozent der 1000 Befragten und damit die relative Mehrheit sehen 130 als maximal vertretbare Geschwindigkeit. Andererseits: insgesamt 60 Prozent sehen ein höheres Tempo als vertretbar an, 30 Prozent plädieren für Tempo 160.

Risikogruppe: Junge Männer

Die Tatsache, dass gerade jüngere Verkehrsteilnehmer und Männer für das höhere Limit eintreten, alarmiert wiederum das Kuratorium für Verkehrssicherheit. Junge Männer stellen schon jetzt eine Risikogruppe auf der Straße dar, Tempo 160 wäre für sie das falsche Signal, warnt das KfV.

Gorbach bleibt bei Forderung

Verkehrsminister Hubert Gorbach (FP) bleibt dagegen bei seiner Forderung, bei guten Bedingungen auf mindestens dreispurigen Autobahnen die höhere Geschwindigkeit zuzulassen. Beim Abschluss seines USA-Besuchs konnte er der US-Regelung, die maximal 121 Stundenkilometer erlaubt, nichts abgewinnen.

Sein Regierungskollege, Staatssekretär Helmut Kukacka (VP) unterstrich bei einer Verkehrssicherheits-Enquete in Wien, dass bis zum Jahr 2007 nur ein Teilstück der Westautobahn für Tempo 160 ausgerüstet sei. (moe, DER STANDARD Printausgabe 17.3.2005)

  • Nach einer ÖAMTC-Umfrage ergibt sich eine durchschnittliche Geschwindigkeit unter optimalen Straßen-, Witterungs- und Verkehrsbedingungen von 145 km/h, die von den Autofahrern als richtig gehalten wird
    grafik: derstandard.at/red

    Nach einer ÖAMTC-Umfrage ergibt sich eine durchschnittliche Geschwindigkeit unter optimalen Straßen-, Witterungs- und Verkehrsbedingungen von 145 km/h, die von den Autofahrern als richtig gehalten wird

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