Komet-Gründe: Bezirk will niedrigeres Hochhaus

13. Juli 2005, 12:17
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Flächenwidmungsverfahren frühestens 2007 - Umweltverträglichkeits - Gutachten gefordert

Wien- Das geplante 120-Meter-Hochhaus auf den Komet-Gründen in Wien-Meidling nahe dem Weltkulturerbe Schloss Schönbrunn wird wohl in dieser Form nicht kommen. Der Bauauschuss des Bezirkes hat am Donnerstag Änderungswünsche für den Bau festgelegt.

Unter anderem hat der Bezirk beim Verfahren, das erst nach dem derzeitigen Baustopp bis 2007 stattfinden kann, auch ein Vetorecht. Zwar sei er nicht der alleinige Entscheidungsträger, dennoch werde auf die Wünsche der Vertretung Rücksicht genommen, so das Büro Schicker.

Die Kernforderung des Positionspapiers: Die Kubatur des Baussoll geringer ausfallen als von der Betreiber Firma HPD-Holding ursprünglich geplant. Die angedachten 120 Meter "kommen auf jeden Fall nicht", so Bezirksvorsteherin Votava (S) zuversichtlich.

Umweltverträglichkeitsgutachten gefordert

Außerdem fordere das Positionspapier ein Umweltverträglichkeitsgutachten und kulturelle und soziale Einrichtungen in der Anlage. Weiters solle ein Beirat aus Planern, der Stadt, den Anrainern und den Kaufleuten der naheliegenden Einkaufsstraßen einberufen werden, verlangte die Bezirksvorsteherin.

Über das Bürohaus neben der U-Bahn-Station Meidling und an der Grenze zur Weltkulturerbe-Pufferzone von Schloss Schönbrunn hatte es seit Bekanntwerden der Planungen Diskussionen gegeben. So bezeichnete Michael Petzet als Chef des internationalen Denkmalrates Icomos im vergangenen Dezember die Pläne als "grauenvoll". (APA)

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    Seit Bekanntwerden der Pläne gibt es heftige Diskussionen um das geplante Hochhaus

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