France Telecom setzt auf DVB-H

15. März 2005, 08:39
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TV am Handy: UMTS nicht geeignet für breite Übertragung

France Telecom, Orange, Bouygues Telecom und der Satellitensender TPS haben gemeinsam in einer Pressekonferenz ihre Absicht angekündigt, einen Pilotversuch für Fernsehen auf Handys durchzuführen. Wie die Le Monde berichtet, planen die vier Unternehmen die Norm DVB-H (Digital Video Broadcasting Handheld) ab Juni dieses Jahres sechs Monate lang unter mindestens 200 Parisern zu testen.

Potential

"Das UMTS-Format erlaubt die Fernsehübertragung von einem Punkt auf einen anderen, wohingegen mit DVB-H die Übertragung von einem Punkt an eine Vielzahl von Punkten möglich ist", erklärt Didier Lombard, Nachfolger von Thierry Breton, als Chef der France Telecom. Lombard begründet sein Interesse an DVB-H damit, dass UMTS die spektralen Kapazitäten einschränke. Im Versuch sollen vor allem die Technik sowie der Gebrauch der Kunden getestet werden. Bevor das Experiment beginnen kann, müssen die Telekomfirmen beim Hohen Rat für Audiovisuelles (CSA) eine Genehmigung einholen.

Trend

Auch der britische Mobilfunkprovider O2 will zusammen mit dem Sender NTL1 und Nokia die Übertragung von Fernsehen auf ein Mobilfunkgerät mit DVB-H austesten. Demnach sollen in Oxford 250 Pilotkunden neun verschiedene Sender auf dem Handymodell Nokia 7700 empfangen. Deutsche Branchenkenner äußerten noch im August vergangenen Jahres anlässlich eines in Berlin durchgeführten Pilottests ihre Zweifel am Erfolg des DVB-H-Formats. (pte)

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