Sgrenas Lebensgefährte: USA wollten Giuliana töten

7. März 2005, 13:14
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Scolari: Italien soll nicht an US-Berichte glauben

Rom - Pier Scolari, Lebensgefährte der am Freitag in Bagdad freigelassene Journalistin Giuliana Sgrena, hat die Behörden in Rom aufgefordert, nicht an die amerikanischen Berichte über die Erschießung des italienischen Geheimdienstmitarbeiters Nicola Calipari kurz nach der Freilassung der Reporterin zu glauben. "Giuliana hatte Informationen, wonach die US-Militärs sie töten wollten", sagte Scolari nach Angaben italienischer Medien vom Samstag.

Scolari berichtete, dass Giuliana Sgrena von einem Kugelhagel auf ihr Fahrzeug berichtet hatte, mit dem sie mit dem erschossenen Geheimdienstbeamten in Richtung Flughafen von Bagdad fuhr. "Ich glaube nicht an einen Unfall. Der Geheimdienstbeamte Calipari war einer der besten. Er hatte große Erfahrungen und kannte den Weg, der zum Flughafen führt, genau. Es ist undenkbar, dass er an einem Check Point nicht halten würde", betonte Scolari.

Warnungen an Sgrenas

"Kurz vor der Freilassung haben die Entführer Giuliana gesagt, sie solle aufpassen, weil man sie töten wolle. Ich glaube, dass Calipari Opfer eines Anschlags gewesen ist", so Scolari.

"Entweder müssen die Amerikaner zugeben, dass ihre eingeschüchternen Soldaten auf jeden schießen, oder es handelt sich um eine Aktion anderer Art", so Scolari. Der Lebensgefährtin der Reporterin, der Giuliana Sgrena im römischen Militärkrankenhaus Celio besuchte, berichtete, dass Journalistin an der Schulter operiert werden müsste. (APA)

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