Judith Holofernes beschäftigt Angst vor dem Tod

1. März 2005, 22:31
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"Wir-sind-Helden"-Sängerin: "Musik war für mich immer das Transportmittel für meine größten Gefühle"

Berlin - Judith Holofernes (28), Sängerin der deutschen Erfolgsband "Wir sind Helden", hat sich in den vergangenen Monaten sehr intensiv mit dem Tod und der Angst vor Abschieden auseinander gesetzt. "Ich glaube, sich mit seinen tiefsten Ängsten zu beschäftigen, ist das Wirkungsvollste, wenn man vorhat, irgendwann sehr glücklich und frei durchs Leben zu gehen", sagte Holofernes am Montag in Berlin. Dies sei in mehrere Lieder des neuen Albums "Von hier an blind" eingeflossen, das am 4. April erscheint.

Musik als Zuhause

"Musik war für mich immer das Transportmittel für meine größten Gefühle", sagte Holofernes. "Musik ist einfach das Zuhause für alle Dinge, die einem wichtig sind." Sie habe schon im Alter von acht Jahren angefangen, intensiv Musik zu hören. "Und ich war dann auch ganz schnell ganz missionarisch, habe irgendwelchen Leuten irgendwelche Kopfhörer aufgesetzt und gesagt: "Hör mal!"".

Den Reaktionen auf ihre neue Platte sehen "Wir sind Helden" gelassen entgegen. "Man merkt den Druck, aber er war noch nie so stark, dass wir irgendwie Probleme damit gehabt hätten", sagte Schlagzeuger Pola Roy (29). Die Band sei auch nicht angetreten, um Sprecher einer Generation zu sein, ergänzte Holofernes. (APA/dpa)

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