Doku-Oscar für "Born Into Brothels"

28. Februar 2005, 13:13
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FilmemacherInnen wollen Gewinn in den Bau einer Schule in Indien investieren

Hollywood - Die RegisseurInnen des Oscar-Dokumentarfilms "Born Into Brothels" wollen den Erlös ihres Werkes den Kindern zugute kommen lassen, von denen die Dokumentation handelt. Regisseurin Zana Briski sagte nach der Preisverleihung in der Nacht zum Montag, sie und ihr Partner Ross Kauffman hätten beschlossen, von dem Geld eine Schule in Kalkutta zu bauen. Sie seien erst vor zwei Wochen dort gewesen und wollten in Kürze mit einem Architekten zurückkehren, um nach einem geeigneten Bauplatz zu suchen. "Born Into Brothels" dreht sich um das Leben von Kindern, deren Mütter als Prostituierte in der indischen Millionenstadt arbeiten.

Keine Veröffentlichung in Indien

Briski war 1998 erstmals nach Kalkutta gereist, um das Elend der Frauen in dem Prostituiertenviertel Sonagachi zu dokumentieren. Dann jedoch wurde sie auf die Kinder der Prostituierten aufmerksam. Die gebürtige Britin verteilte unter den Kindern Kameras und bat sie, ihre Umwelt festzuhalten. Die Fotografien wurden in Kalkutta ausgestellt. Schon der Verkauf der Bilder brachte mehr als 100.000 Dollar ein. "Born Into Brothels" wurde bisher auf mehr als 30 Festivals in der ganzen Welt gezeigt. In Indien wollen die beiden FilmemacherInnen ihr Werk dagegen aus Rücksicht auf die darin gezeigten Prostituierten nicht veröffentlichen. (APA/AFP)

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