Sharon droht mit Abbruch der Friedensbemühungen

27. Februar 2005, 19:15
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Israels Premier fordert Palästinenserpräsident Abbas nach Selbstmord-Anschlag in Tel Aviv zu Zerschlagung der Extremistengruppen auf

Jerusalem - Israel droht nach dem Selbstmordanschlag eines palästinensischen Extremisten in Tel Aviv mit dem Abbruch des Friedensprozesses. "Wenn die Palästinenser keine Maßnahmen gegen den Terror ergreifen, werden wir unsere Bemühungen einstellen", sagte Ministerpräsident Ariel Sharon am Sonntagmorgen in Jerusalem. Das Attentat war das erste nach der Anfang Februar in Sharm el-Sheikh vereinbarten Waffenruhe.

Vorgehen gegen "Islamischen Djihad" gefordert

"Es wird keinen diplomatischen Fortschritt geben, ich wiederhole: keinen diplomatischen Fortschritt, bis die Palästinenser energische Maßnahmen zur Ausmerzung der Terrorgruppen und ihrer Organisationsstruktur ergreifen", sagte der Ministerpräsident während einer Kabinettssitzung. Zunächst müsse der palästinensische Präsident Mahmud Abbas gegen den "Islamischen Djihad" vorgehen, der sich zu dem Selbstmordanschlag vom Freitagabend bekannt hat. Andernfalls werde Israel seine Militäreinsätze zum Schutz seiner Bürger verstärken.

Fahndungsliste an Abbas übermittelt

Die israelische Regierung hat dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas eine Fahndungsliste übermittelt, wie der israelische Rundfunk am Sonntag meldete. Israel fordere die Festnahme der gesuchten Palästinenser, überwiegend Mitglieder der radikalen Gruppe "Islamischer Heiliger Krieg".

Abbas kündigt Maßnahmen an

Abbas hatte das Attentat, bei dem vier Israelis getötet und mindestens 53 zum Teil schwer verletzt worden waren, als den Versuch von Terroristen verurteilt, den Friedensprozess mit Israel zu sabotieren. Er kündigte an, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. (APA/AP/Reuters)

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    Israels Premierminister Ariel Sharon droht mit dem Ende der gemeinsamen Friedens-Initiative.

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