7. Festival des frankophonen Films

2. März 2005, 21:17
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29 Filme und eine lange Nacht des Kurzfilmes von 3. bis 17. März im Votivkino - Schwerpunkt Migration

Wien - 29 Langfilme und eine lange Nacht des Kurzfilms stehen auf dem Programm des 7. Festivals des frankophonen Films von 3. bis 17. März im Wiener Votivkino. In der ersten Woche werden 22 Kinoneuheiten aus der französischsprachigen Welt präsentiert, die zweite Woche widmet sich traditionellerweise einem Schwerpunkt, diesmal dem Thema "Migration", kündigte der Generalsekretär des französischen Kulturinstituts, Daniel Pirat, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag an.

Eröffnet wird das Festival am 3. März mit "Confidences trop intimes" ("Intime Fremde") von Patrice Leconte, der auch persönlich anwesend sein wird. Der Film mit Sandrine Bonnaire und Fabrice Lucchini erzählt von einer Frau, die irrtümlich einem Steuerberater, den sie für einen Psychiater hält, ihre Bekenntnisse anvertraut. Der Streifen wird nur für geladene Gäste vorgeführt, kommt aber im April ins Kino.

Realität und Bühnenwirklichkeit

Ein weiterer Höhpunkt ist der mit dem renommierten Prix Louis-Delluc prämierte Film "Quand la mer monte" (Wenn das Meer steigt), in dem Regisseurin und Hauptdarstellerin Yolande Moreau, ebenfalls beim Festival zu Gast, von einer Schauspielerin auf Tournee erzählt, die allmählich Realität und Bühnenwirklichkeit vermischt.

Der kanadische Theatermagier Robert Lepage ist mit "La face cachee de la lune" (Das versteckte Gesicht des Mondes) eingeladen, worin sich ein kleiner Bub Gedanken über den Mond macht, die belgischen Brüder Luc und Jean-Pierre Dardenne mit "La promesse" (Das Versprechen) über eine Afrikanerin, die ihren in Belgien verschwundenen Mann sucht. Philippe Harels Krimi "Tristan" bringt ein Wiedersehen mit Mathilde Seigner, Dominique Cabreras Kriegsdrama "Folle embellie" (Verschönerte Verrückte) mit Miou-Miou, Jean-Pierre Leaud und Yolande Moreau.

Weitere Highlights sind u.a. Stephane Vuillets "25 degres en hiver" (25 Grad im Winter), Yann Samuells "Jeux d'enfants" (Kinderspiele) über einen Schauspieler, der seiner todkranken Frau seine Arbeitslosigkeit verheimlicht (im Mai regulär im Kino) oder Eleonore Fauchers im Herbst regulär anlaufende "Brodeuses" (Stickerinnen) über eine junge Frau, die ungewollt schwanger wird. Sämtliche Filme werden mit deutschen oder englischen Untertiteln vorgeführt.

Wieder verleiht der Fernsehsender TV 5 für die zwischen 3. und 10. März gezeigten Kinoneuheiten einen Publikumspreis, der am 15. März im Parlament anlässlich der "Fete de la Francophonie" verliehen wird. Da Österreich vergangenen November als beobachtendes Mitglied in die O.I.F. (Organisation Internationale de la Francophonie) aufgenommen wurde, kommt dieser Feier, die als geschlossene Veranstaltung begangen wird, heuer besondere Bedeutung zu. Erstmals gibt es heuer auch etwas zu gewinnen: Verlost wird ein einwöchiger Tunesien-Aufenthalt für zwei Personen. (APA)

Service

7. Festival des frankophonen Films
3. bis 17. März im Votivkino,
Karten: 3173517

Links

fff05.com

francophonie.org

  • Reisetasche als Symbol: Motiv vom Flyer des Festivals
    foto: festival

    Reisetasche als Symbol: Motiv vom Flyer des Festivals

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