Venedig: Palazzo Grassi weiterverkauft

28. Februar 2005, 18:00
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Privater Besitzer bringt Kunstsammlung ein - Wechselausstellungen geplant

Venedig - Der Palazzo Grassi ist wieder in Privatbesitz. Rund drei Wochen nachdem Venedig über die von ihr kontrollierte Spielbankgesellschaft den Ausstellungspalast am Canal Grande von der Fiat-Gruppe für rund 29 Millionen Euro übernommen hatte, einigte sie sich mit dem Unternehmer Guido Angelo Terruzzi über den Weiterkauf von 95 Prozent ihrer Anteile für 27,4 Millionen Euro.

Terruzzi, der als "Nickel-König" bekannt geworden ist, besitzt angeblich eine eigene Kunstsammlung (mit Werken u. a. von Tizian, Canaletto, Bellotto), die er in Teilen des Palazzo Grassi zeigen will. Außerdem hat er eine Grassi-Stiftung eingerichtet und sie mit 10 Millionen Euro jährlich für Neuankäufe ausgestattet. Die frei bleibenden Räumlichkeiten sollen für "Wechselausstellungen höchster Qualität", wie Bürgermeister Paolo Costa betonte, unter der Verantwortung Stadt Venedig, genutzt werden. (klüh/ DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24.2.2005)

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    Palazzo Grassi, Innenhof

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