Ecuador: Erdöl aus beschädigten Pipelines verschmutzt Urwald

24. Februar 2005, 10:33
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160.000 Liter in ökologisch bedeutsamen Gebiet ausgelaufen - Ob Öl-Diebstahl oder Terror ist noch offen

Quito - Erdöl aus absichtlich beschädigten Pipelines hat in Ecuador ökologisch besonders bedeutsame Urwaldgebiete verschmutzt. Aus vier Lecks seien insgesamt 160.000 Liter Öl ausgelaufen, teilte die staatliche Betreibergesellschaft Petroproducción am Dienstag mit. Ursache der Schäden seien nicht näher bezeichnete "Anschläge" gewesen, hieß es in der knappen Mitteilung weiter. Es blieb offen, ob es sich um Taten mit terroristischem Hintergrund oder um Fälle von Öl-Diebstahl handelte.

Verfahren gegen Öl- Gesellschaft Texaco

Die ökologisch sensible Urwaldregion östlich der Anden ist seit dem Beginn der Ölförderung vor 33 Jahren schon durch zahlreiche Öl- Unfälle und die nachlässige Handhabung von Sicherheitsvorschriften stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Gegen die amerikanische Öl- Gesellschaft Texaco läuft zurzeit ein Verfahren wegen Umweltverschmutzung während der Jahre 1972 bis 1992. Das Unternehmen kündigte seinerseits eine Anzeige gegen staatliche ecuadorianische Partnergesellschaften an, die Umweltauflagen nicht erfüllt hätten. (APA)

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