Oberstes US-Gericht berät über Grundsatzurteil zu Abtreibung

25. Februar 2005, 12:47
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Damalige Klägerinnen des Musterprozesses zur Freigabe von Abtreibung erheben Einspruch gegen Richterspruch von 1973

Washington - Das Oberste Gericht der USA berät derzeit darüber, ob es einen Einspruch gegen das Grundsatzurteil zur Freigabe der Abtreibung von 1973 ("Roe versus Wade") annehmen und den Fall neu aufrollen will. Die damals erfolgreichen Klägerinnen Norma McCorvey und Sandra Cano hatten wegen persönlicher "neuer Einsichten" über die Wirkung von Abtreibungen in einer Petition Bedenken gegen den Richterspruch eingelegt. 1973 hatten die Frauen in einer Musterklage die landesweite Freigabe von Schwangerschaftsabbrüchen durchgesetzt, berichtet Kathpress am Montag.

Von "Jane Roe" zur "Lebensschützerin"

Die frühere Abtreibungsbefürworterin Norma McCorvey, die 1973 unter dem Pseudonym "Jane Roe" aufgetreten war, argumentierte jetzt unter Berufung auf rund 1.000 betroffene Frauen, dass Schwangerschaftsabbrüche langfristig emotionalen Schaden anrichten können. Die damals 21-jährige Mutter von drei Kindern, die heute als Lebensschutz-Aktivistin auftritt, hat selbst nach eigenen Angaben nie eine Abtreibung durchführen lassen. Keines ihrer drei Kinder wuchs bei ihr auf; eines gab sie zur Adoption frei. (APA)

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