Justiz ermittelt wegen Informationsweitergabe

20. Februar 2005, 14:37
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ORF-Radio: Der Name Haider ist im Zusammenhang mit geschobener Vergabe nicht gefallen

Wien - Die Justiz wird die Ermittlungen in Sachen Kärntner EM-Stadion fortführen. Das berichtete das Ö1-"Journal um fünf" unter Berufung auf informierte Kreise. Demnach will die Wiener Staatsanwaltschaft vor allem der Frage nachgehen, wer die geheimen Ausschreibungs-Unterlagen an eine Kärntner Gratiszeitung weitergeben hat. Wenig konkretes hat man bisher zu Schiebungsgerüchten rund um das Stadion-Projekt gefunden.

Die vermutete Bestechung sei nicht nachweisbar, Anschuldigungen über dubiose Firmenabsprachen nicht verifizierbar, heißt es laut Radio in der Justiz. Behauptungen, wonach Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider eine Baufirma persönlich bevorzug habe, seien aus dem Akt nicht herauszulesen. Der Name Haider komme im Akt gar nicht vor.

Bezüglich der Weitergabe der Unterlagen an die "Kärtner Woche" will man hingegen seitens der Staatsanwaltschaft Druck machen. Dazu soll es Beschuldigten- und Zeugenbefragungen geben. Außerdem soll jenes Telefonabhörprotokoll aus einem anderen Fall durchgesehen werden, das die ganze Affäre ins Rollen gebracht hat. (APA)

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