Stuntmen wollen eigene Kategorie

17. Februar 2005, 12:43
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Petition von vier Organisationen, Filmakademie reserviert

New York - Knapp zwei Wochen vor der Vergabe der US- Filmpreise haben Amerikas Stuntmen, denen durch die digitale Entwicklung die Bedeutungslosigkeit droht, einmal mehr die Anerkennung ihrer Einsätze in einer eigenen Oscar-Kategorie verlangt. "Stunt-Darsteller sind die einzigen in der Filmindustrie, die im wahrsten Sinne des Wortes ihr Leben für die Kunst riskieren", heißt es nach Angaben der "New York Times" vom Mittwoch in einer Petition von vier Stuntmen-Organisationen an die US-Filmakademie.

Akademie "sehr zurückhaltend"

Die Organisationen drängen die US-Filmakademie bereits seit Anfang der 90er Jahre, auch einen Oscar für den besten Stunt zu vergeben. Obwohl der Wunsch der Stuntleute von Hollywood-Größen wie Steven Spielberg und Martin Scorsese, Dustin Hoffman und Robert De Niro unterstützt wird, konnte sich die US-Filmakademie bisher nicht zu einer solchen Oscar-Kategorie durchringen.

Die Angelegenheit werde weiter geprüft, sagt John Pavlik, ein Sprecher der US-Filmakademie, auf Anfrage der "New York Times". Allerdings könne die Angelegenheit erst nach der nächsten Oscar-Vergabe am 27. Februar wieder behandelt werden. Die Leitung der Akademie sei nun einmal "sehr zurückhaltend", wenn es um neue Preiskategorien bei den Oscars gehe. Auch anderen Sparten der Filmindustrie seien bisher Wünsche nach eigenen Oscar-Kategorien nicht erfüllt worden. Dazu gehörten die Choreografen. (APA/dpa)

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